Ihre Studienteilnahme

Sehr geehrte Patientin,
sehr geehrter Patient,

 

wir laden Sie herzlich dazu ein, an der NAPKON Studie zur Erforschung der Erkrankung COVID-19 teilzunehmen um unser Ziel, Patient:innen bestmöglich versorgen zu können, zu unterstützen. Derzeit gibt es noch viele offene Fragen zur Wirkweise des Coronavirus. Daher ist es wichtig, COVID-19 umfassend zu erforschen.
Ihre Untersuchungsergebnisse können in der Studie mit denen anderer Patient:innen verglichen werden und damit Aufschluss über Risikofaktoren, Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen liefern. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über Ihre Studienteilnahme geben.

Warum ist Ihre Teilnahme von so großer Bedeutung?

Sie helfen dabei, die neue Infektionserkrankung COVID-19 besser zu verstehen und zu erforschen. Jede einzelne Teilnahme ist äußerst wichtig und liefert ein Puzzleteil für das Gesamtbild, das sich Wissenschaftler:innen von der Erkrankung machen können. Damit tragen Sie dazu bei, konkrete Forschungsergebnisse zu erzielen, die hilfreich für die Behandlungen anderer Patient:innen sein können. Ihre Teilnahme unterstützt ausdrücklich die bundesweite Forschung zu COVID-19. Dies ermöglicht Deutschland seinen Teil zu den internationalen Anstrengungen beizutragen um die Pandemie zu bewältigen. Alle Strukturen, die derzeit aufgebaut werden, dienen dazu gemeinsam und schnell auf mögliche medizinische Herausforderungen in der Zukunft zu reagieren. Damit helfen Sie unserer gesamten Gesellschaft – in Ihrer Region, in Deutschland, in Europa und auf der ganzen Welt.

Worum geht es bei NAPKON?

Erstmals in der Geschichte der Bundes-republik entsteht eine derart breite Kooperation zwischen verschiedenen Fachbereichen in Unikliniken, Krankenhäusern und nieder gelassenen Arztpraxen. Wissenschaftler:innen nutzen die NAPKON Daten für ihre Forschungsprojekte zu COVID-19 für unterschiedliche Fragestellungen, z. B.: • Wie können Menschen mit Risikofaktoren im Zusammenhang mit COVID-19 besser geschützt werden? • Inwieweit lässt sich der Krankheitsverlauf anhand der Bestimmung von Symptomen und Risikofaktoren einschätzen? Weitere Forschungsfragen können Sie auf der Website einsehen: https://napkon.de/forschungsprojekte/ Ziel ist, den Krankheitsverlauf besser einschätzen zu können, um noch schneller und effizienter entscheiden zu können, was die Patient:innen genau brauchen. Damit kann die Behandlung möglichst zielgerichtet vorgenommen werden. Das trägt auch dazu bei, Kapazitäten einzusparen, so dass Krankenhausbetten dann vorausschauender und noch gezielter vergeben werden können.

Wer steht hinter NAPKON?

In erster Linie sind es die Mitarbeiter:innen selbst, die in ihren unterschiedlichen Berufen in Medizin, Forschung und Management das Projekt voranbringen. Von öffentlicher Seite ist NAPKON ein Teilprojekt des Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin zu COVID-19 („Netzwerk Universitätsmedizin“ (NUM)). Dieses wurde 2020 von den Universitätskliniken und der Bundesregierung gegründet, um in einem deutschlandweiten Forschungsbündnis wirkungsvolle Projekte als Antwort auf die Pandemie ins Leben zu rufen. Das NUM – und auch NAPKON – erhalten Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Ihr Beitrag: Daten & Bioproben

Die von uns erhobenen Daten umfassen • klinische Werte aus der Zeit Ihrer Behandlung oder Nachuntersuchung (wie z. B. Blutdruck, Temperatur oder Atemfrequenz) • soziodemografische Merkmale (wie z. B. Ihr Alter und Geschlecht) • Ihre persönliche Einschätzung Ihres Gesundheitszustands (wie z. B. Ihre körperliche Funktionsfähigkeit im Alltag, subjektives Wohlbefinden). Außerdem werden in einer kleineren Untergruppe aller teilnehmenden Personen Bioproben – also Körperflüssigkeiten – gesammelt (wie z. B. Blut, Urin oder Speichel). Gerade um die Langzeitfolgen von COVID-19 abzuschätzen, ist es von erheblichem Wert, dass Sie für die volle geplante Dauer an der Studie teilnehmen. Denn nur so ist es möglich, ein vergleichbares, realistisches Abbild der Krankheit und ihres Verlaufs zu erstellen und neue Erkenntnisse zu erhalten.