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Mai 2022 Nephrologie SÜP

Das Zirkulierende Enzym PDI als Indikator für einen schweren COVID-19 Verlauf und potenzielles Therapieziel

Titel der Studie: Circulating PDI as an indicator of a severe course of COVID-19 and potential therapeutic target

Das zirkulierende Enzym PDI als Indikator für einen schweren COVID-19 Verlauf und potenzielles Therapieziel

Was wird untersucht?

Mittels Serum-Proteomanalytik konnten wir die Protein-Disulfid-Isomerase (PDI) als signifikant hochreguliert bei COVID-19 Patient:innen identifizieren. Hierbei ergab sich eine Korrelation zwischen der Konzentration des zirkulierenden Serum-PDI und dem Schweregrad der COVID-19-Erkrankung. Weitere in vitro Untersuchungen zeigten, dass eine SARS-CoV-2-Infektion die PDI-Freisetzung durch Wirtszellen auslöst und zu einem hohen PDI-Spiegel im Serum führt. Daher ergibt sich die Hypothese, dass die freigesetzte PDI pathophysiologisch eine wichtige Rolle im Rahmen der SARS-CoV-2 Infektion spielt. Im Rahmen des geplanten Projekts sollen die vorläufigen Daten validiert und die PDI Serumspiegel in Assoziation zum Schweregrad der COVID-19 Erkrankung analysiert werden. Darüber hinaus sollen bekannte renale Biomarker für das akuten Nierenversagen analysiert werden. Durch die Kombination von Ko-Immunpräzipitation und hochauflösende Massenspektrometrie sollen abschließend die Interaktionspartner von PDI in Serum identifiziert werden, um die Rolle der PDI in den pathophysiologischen Prozessen bei SARS-Cov-2 Infektion und COVID-19 zu analysieren und ihr therapeutisches Potential zu evaluieren.

Antragsteller: Prof. Dr. Hassan Dihazi, Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Göttingen

Fachbereich: Mai 2022, Nephrologie, SÜP