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Epidemiologie und Public Health HAP Mai 2021 SÜP

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Titel der Studie: Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression.

Was wird untersucht? 

Schwere Verläufe von COVID-19 sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, dabei spielen soziale Aspekte wie Einkommen, Bildung, oder Erwerbstätigkeit eine wichtige Rolle. In dieser Studie untersuchen wir, durch welche vorher bestehende soziale Charakteristiken der Krankheitsverlauf vorhergesagt werden kann. Neben Bildung und Erwerbstätigkeit ist zum Beispiel eine zu späte Inanspruchnahme des Gesundheitssystems bei COVID-19-Erkrankungen ein wichtiger Faktor, da eine verspätete Krankenhausaufnahme das Risiko zu versterben erhöht. Bisher gibt es jedoch nur wenig Forschung in diesem Gebiet, weshalb wir ein umfassendes Bild zu sozialen Aspekten und ihrem Einfluss auf den COVID-19-Akutverlauf bekommen möchten. Hierfür untersuchen wir auch mögliche Erklärungen und zugrundeliegende biologische Mechanismen. Mit diesem Projekt können wir einen möglichen Ansatzpunkt für Public Health-Maßnahmen bieten, um Risikogruppen besser zu schützen und Therapiemaßnahmen gezielter anzuwenden.

Antragsteller: Dr. Hanno Hoven, Institut für Medizinische Soziologie, Centre for Health and Society, Universiätsklinikum Düsseldorf

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HAP Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: The course of health-related quality of life in COVID-19 patients in Intersectoral Platform SÜP and Highresolution Platform (HAP)

Was wird untersucht? 

Bisher konnte gezeigt werden, dass sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der
Allgemeinbevölkerung während der Coronapandemie verringerte. Vor allem im Bereich Ängstlichkeit und Depressivität sowie Schmerz und Unwohlsein wurden verstärkt Probleme berichtet.
Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, berichteten eine geringere Lebensqualität je stärker
ihre Symptome waren. 67% von COVID-19 Patient:innen, die eine Behandlung auf der Intensivstation
überlebten, gaben auch ein halbes Jahr nach der Erkrankung eine geringe Lebensqualität an. Neben
Schmerz/Unwohlsein und Ängstlichkeit/Depressivität wurden besonders Probleme mit der Mobilität
berichtet.
In dieser Studie möchten wir den Verlauf der Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen, während und
nach der akuten Erkrankung, untersuchen. Wir möchten zudem untersuchen, welche Personen- und
Krankheitsmerkmale mit der berichteten Lebensqualität zusammenhängen

Antragstellerin: Nora Hettich, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlauf

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlaufs

Titel der Studie: Pre-existing mental illness associated with COVID-19
Disease progression

Was wird untersucht? 

Bisher ist unklar, wie viele Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, zuvor an einer psychischen
Störung erkrankt waren. Es gibt aber Hinweise darauf, dass nicht nur somatische, sondern auch
psychische Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen mit einer COVID-19 Erkrankung im
Krankenhaus behandelt werden zu müssen und auch daran zu versterben.
Weil bisher vor allem soziodemographische und somatische Risikofaktoren betrachtet wurden, soll in
dieser Studie untersucht werden, welcher Zusammenhang zwischen psychischen Vorerkrankungen und
dem Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung besteht..

Antragstellerin: Nora Hettich,  Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Pneumologie SÜP

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Titel der Studie: Prediction of disease severity using clinical prognostic scores

Was wird untersucht? 

Um eine bestmögliche Versorgung und eine optimale Nutzung von medizinischen Kapazitäten bei der Behandlung von Patienten mit COVID-19 zu gewährleisten, sind Methoden zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs von entscheidender Bedeutung. Bei bestimmten Patienten – z.B. mit Lungenentzündung oder Sepsis – existieren bereits solche Methoden. Anhand von Punkteskalen kann in wenigen Minuten  eine gute Einschätzung des zu erwartenden Verlaufs und der Krankheitsschwere ermittelt werden. Analog hierzu soll auch für COVID-19 eine ähnliche Punkteskala entwickelt werden, die u.a. auch eine frühzeitige und sichere Entscheidung zur Aufnahme von Patienten in das Krankenhaus oder auf die Intensivstation erlaubt. Andererseits sollen anhand von einfach zu ermittelnden Werten ebenfalls Patienten identifiziert werden, bei denen höchstwahrscheinlich keine schwere Erkrankung zu erwarten ist, und die gegebenenfalls auch ohne großes Risiko ambulant behandelt werden können.

Antragsteller: PD Dr Thomas Zoller, Medizinische Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: Mai 2021, Pneumologie, SÜP

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April 2021 Infektiologie SÜP

Klinischer Verlauf der Corona-Varianten

Klinischer Verlauf der Corona-Varianten

Titel der Studie: Comparative analysis of clinical symptoms and severity of disease of  patients infected with SARS-CoV-2 variants of concern

Was wird untersucht? 

Kurzzusammenfassung: Seit Ende des Jahres 2020 ist die britische Corona-Mutation in Europa präsent. Sie hat zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Deutschland geführt. Zusätzlich kursierten seit der zweiten und dritten Corona-Welle andere Mutationen, wie die südafrikanische oder die brasilianische Mutation. In dieser Projektarbeit untersuchen wir die Symptome und Krankheitsbeschwerden von Patient:innen,  die  sich nachweislich  mit einer  Corona-Mutation  infiziert  haben. Dabei wird der zeitliche Fokus auf der akuten Infektion und dem 3-Monats-Follow-Up liegen.  Die Ergebnisse werden mit denen von Patient:innen  verglichen, die am Corona-Wildtyp erkrankt sind.

Antragstellerin: 

Sina Marie Hopff, Klinik 1 für Innere Medizin, Infektiologie und Hämatoonkologie, Uniklinik Köln

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April 2021 Epidemiologie und Public Health SÜP

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Titel der Studie: First results of the cross-sector platform (SÜP) of the NAPKON cohort

Was wird untersucht? 

Das Projekt charakterisiert in einem groben Überblick die ersten Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte. Die SÜP rekrutiert Patient:innen in allen Versorgungsebenen (Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken. Arztpraxen) und alle Schweregrade einer potentiellen Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus. Der Beobachtungszeitraum reicht von der akuten Infektion bis hin zur Nachverfolgung nach 3 Monaten ab Erholung. Die untersuchten Patient:innen wurden dabei hauptsächlich während der zweiten und dritten COVID-19 Welle in Deutschland in die Studie aufgenommen. Dabei wurden detaillierte Informationen z.B. zu den Symptomen, dem Schweregrad der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf, der Art der Virusvariante und der regionalen Ausbreitung gesammelt. Die Übersichtsarbeit wird damit einen Überblick über die Art der Infektionen, der aufgetretenen Symptome, dem Verlauf der Erkrankung und den vorherrschenden Virusvarianten während der zweiten und dritten Covid-19 Wellen verdeutlichen. Weiterhin, werden die Analysen einen Einblick in die andauernden Symptome und der Lebensqualität der betroffenen Personen bis zu einem Zeitraum von 3 Monaten nach der Infektion ermöglichen.

Antragstellerin: Dr. rer. nat. Ramsia Geisler, Innere Medizin 2, Universitätsklinikum Frankfurt

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April 2021 Infektiologie SÜP

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Titel der Studie: “1000 COVID-19 scores”: evaluation of prediction precision and
validation on the multi-centred prospective cohort study NAPKON

Was wird untersucht? 

Die neuartige COVID-19 Erkrankung stellt das Gesundheitssystem vor große
Herausforderungen. Um Patient:innen eine optimale Gesundheitsversorgung zukommen zu
lassen und knappe Ressourcen effizient nutzen zu können, ist eine Vorhersage der Schwere
des Krankheitsverlaufs wichtig. Diese Vorhersagen lassen sich anhand von sogenannten
klinischen Scores treffen, die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Risiken, z.B. Notwendigkeit
der Einweisung auf die Intensivstation oder Tod, berechnen. In die Scores gehen Merkmale der
Patient:innen, z.B. soziodemographische Eigenschaften wie Alter und Geschlecht, Symptome,
Laborwerte oder Vorerkrankungen, ein. Ziel dieses Antrags ist die Vielzahl bereits existierender
Scores im Zusammenhang mit COVID-19 auf die Anwendbarkeit auf die deutsche Bevölkerung
zu überprüfen. Dafür eignet sich die Sektorenübergreifende Plattform in NAPKON durch den
sektorenübergreifenden und multizentrischen Ansatz und detaillierte und qualitätsgesicherte
Datenerfassung gut.

Antragstellerin: Katharina Appel, Universitätsklinikum Frankfurt