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Dezember 2022 Epidemiologie und Public Health HAP POP SÜP

Probenanalyse für die Post COVID Forschung in NAPKON (SAPCRiN)

Titel der Studie: Sample Analysis for Post COVID Research in NAPKON (SAPCRiN)

Probenanalyse für die Post COVID Forschung in NAPKON (SAPCRiN)

Was wird untersucht?

Mit seinem umfassenden klinischen Datensatz, Bildern und hochwertigen Bioproben sowie der Längsschnittuntersuchung, die in den nächsten 2-3 Jahren fortgesetzt werden soll, bietet NAPKON eine einzigartige Grundlage, um Häufigkeit, Schweregrad und unterschiedliche Phänotypen des Post-COVID Syndroms (PCS) in der Bevölkerung zu untersuchen und langfristige klinische Verläufe von PCS zu identifizieren. Ein Teil der hochwertigen Bioproben und/oder deren Derivate, die in den drei NAPKON-Kohorten gesammelt wurden, werden 2021 für verschiedene Bioprobenanalysen verwendet. Diese umfassen genomische, epigenomische, transkriptomische, proteomische und metabolomische Signaturen, die den Verlauf und das Ergebnis der akuten und postakuten COVID-19 Erkrankung vorhersagen können. SAPCRIN wird in diesem Zusammenhang zum einen die bereits erhobenen molekularen Daten analysieren, zum anderen mittels molekularer Analysen neue longitudinale Daten generieren und diese Datensets nutzen, um Erkenntnisse auf molekularer Ebene zu PCS zu gewinnen. Diese Erkenntnisse werden wichtige Hinweise auf pathopysiologische Mechanismen von Long COVID geben und können somit Grundlage für diagnostische und therapeutische Ansätze sein.

Antragstellerin: Dr. Gabriele Anton, Instut für Epidemiologie, Helmholtz Munich, München

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Anästhesiologie HAP Klinische Forschung Oktober 2022 POP SÜP

Biomarker-gestützte Prädiktion Neurokognitiver Defizite zur Prognoseabschätzung bei Patient:innen mit SARS-Cov-2 (NeDeCov)

Titel der Studie: Biomarker-based prediction of Neurocognitive Deficits for assessment of prognosis in patients with SARS-Cov-2 (NeDeCov)

Biomarker-gestützte Prädiktion Neurokognitiver Defizite zur Prognoseabschätzung bei Patient:innen mit SARS-Cov-2 (NeDeCov)

Was wird untersucht?

Das Projekt NeDeCov will Biomarker zur Risikostratifizierung und Prognoseabschätzung etablieren, die für Entscheidungen zur Ressourcenplanung, Therapieintensität und Therapiezieländerung sowie Organisation von Rehabilitation und poststationärer Versorgung hilfreich sein können. In einer multizentrischen Observationsstudie untersuchten wir 80 Patient:innen longitudinal und prospektiv hinsichtlich neurokognitiver Defizitebei nachgewiesener COVID-19-Erkrankung im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit ähnlich schwerer allgemein-internistischer Erkrankung (EthikvotumLMU 20-336 vom 15.04.2020). In unseren Datenwieauch in denen anderer Arbeitsgruppen (z.B. Alzheimer’s Dement. 2022;18:899–910) zeigen sich bei den Covid-Erkrankten mit neurologischer Schädigung spezifische Musterim Vergleichzu Patient:innen der Kontrollgruppe. Die Biomarkerkorrelierenmit klinischem Bild (u.a. Delir, Koma) und Outcome (Mortalität, Morbidität). Bisher nicht untersucht sind der longitudinale Verlaufund die Assoziation mit apparativen Untersuchungen, die innerhalb der hochauflösenden Plattform (HAP) des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON) vorliegen.

Antragsteller: PD Dr. Thomas Saller, Klinik für Anaesthesiologie, LMU Klinikum, München

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HAP Intensivmedizin Oktober 2022 Pneumologie SÜP

Einfluss von NK Zell Effektor Polymorphismen auf den Krankheitsverlauf von Patient:innen mit schwerem COVID-19

Titel der Studie: NK cell effector polymorphisms and disease progression in patients with severe COVID-19

Einfluss von NK Zell Effektor Polymorphismen auf den Krankheitsverlauf von Patient:innen mit schwerem COVID-19

Was wird untersucht?

Genetische Polymorphismen relevanter Effektorproteine Natürlicher Killerzellen (NK Zellen) können den Erkrankungsverlauf verschiedener Tumorerkrankungen und Virusinfektionen wesentlich beeinflussen. 1–4 Killer-Cell Immunoglobulin-like Rezeptoren (KIR) bilden ein NK Zell spezifisches polymorphes Rezeptorsystem, das die individuelle Aktivität von NK Zellen durch Interaktion mit HLA-Zielantigenen maßgeblich steuert. 5,6 Unsere Arbeitsgruppe konnte zuletzt zeigen, dass die individuelle KIR/HLA Konstellation, die generelle Wirksamkeit einer Rituximab-Therapie, die auf einer Aktivierung von NK Zellen beruht relevant beeinflusst. 7 Bislang unveröffentlichte Analysen unserer Gruppe lassen außerdem eine Assoziation weiterer NK Zell Effektor-Polymorphismen (Perforin1, Granzym B, FAS-Ligand) in diesem Zusammenhang vermuten. Mehrere Studien inklusive einer weiteren Arbeit unserer Gruppe deuten auf eine Assoziation von KIR-Polymorphismen mit dem Verlauf von COVID-19 hin. 8–10 Die beantragten Bioproben sollen daher hinsichtlich der beschriebenen genetischen Polymorphismen (KIR, KIR-Ligand, Perforin1, GranzymB und FAS-Ligand) typisiert und Outcomeassoziationen untersucht werden.

Literatur

1 Béziat V, Liu LL, Malmberg JA, et al. NK cell responses to cytomegalovirus infection lead to stable imprints in the human KIR repertoire and involve activating KIRs. Blood 2013. DOI:10.1182/blood-2012-10-459545.

2 Martin MP, Gao X, Lee JH, et al. Epistatic interaction between KIR3DS1 and HLA-B delays the progression to AIDS. Nat Genet 2002. DOI:10.1038/ng934.

3 Venstrom JM, Pittari G, Gooley TA, et al. HLA-C-dependent prevention of leukemia relapse by donor activating KIR2DS1. New England Journal of Medicine 2012. DOI:10.1056/NEJMoa1200503.

4 Björkström NK, Strunz B, Ljunggren HG. Natural killer cells in antiviral immunity. Nat Rev Immunol. 2022; 22. DOI:10.1038/s41577-021-00558-3.

5 Kärre K. Natural killer cell recognition of missing self. Nat Immunol 2008. DOI:10.1038/ni0508-477.

6 Ljunggren HG, Kärre K. In search of the ‘missing self’: MHC molecules and NK cell recognition. Immunol Today 1990. DOI:10.1016/0167-5699(90)90097-S.

7 Kaddu-Mulindwa D, Altmann B, Robrecht S, et al. KIR2DS1–HLA-C status as a predictive marker for benefit from rituximab: a post-hoc analysis of the RICOVER-60 and CLL8 trials. Lancet Haematol 2022; 9: e133–42.

8 Lesan V, Bewarder M, Metz C, et al. Killer immunoglobulin-like receptor 2DS5 is associated with recovery from coronavirus disease 2019. Intensive Care Med Exp 2021; 9. DOI:10.1186/s40635-021-00409-4.

9 Beksac M, Akin HY, Gencer-Oncul EB, et al. A model integrating Killer Immunoglobulin-like Receptor (KIR) haplotypes for risk prediction of COVID-19 clinical disease severity. Immunogenetics 2021; 73. DOI:10.1007/s00251-021-01227-4.

10 Hajeer A, Jawdat D, Massadeh S, et al. Association of KIR gene polymorphisms with COVID-19 disease. Clinical Immunology 2022; 234: 108911.

Antragsteller: Dr. med. Torben Rixecker, Pneumologie, Allergologie, Beatmungs- und Umweltmedizin Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg

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Dezember 2022 Epidemiologie SÜP

Definition des Post-COVID-Syndroms in der Sektorenübergreifenden Plattform

Titel der Studie: Definition of post-COVID syndrome in the cross-sector platform

Definition des Post-COVID-Syndroms in der Sektorenübergreifenden Plattform

Was wird untersucht?

Obwohl die Erkenntnisse zum Post-COVID Syndrom (PCS) stetig zunehmen (Castanares-Zapatero, Hartung et al. 2022), sind die Definition und die Häufigkeit der gesundheitlichen Beschwerdenuneinheitlich und ungenügend. Zwar gibt es bestehende Definitionen, diese bilden jedoch vorrangig zeitliche Aspekte ab und lassen vor allem funktionelle Defizite sowie die Objektivierung von Symptomen außer Acht (Lemhöfer et al. 2022). Ziel dieses Projektes ist es den in der Populationsbezogenen Plattform (POP) entwickelten Post-COVID-Score (Bahmer et al. 2022) in der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) zu replizieren und diesen um funktionale Aspekte zu erweitern. Dafür werden die Daten aller Patient:innen der SÜP mit 3 Monats-Follow-Up (ca. 1200 Personen) ausgewertet. Neben der deskriptiven Beschreibung der Daten, wird die Replikation des Post-COVID Scores durch Clustering und Gewichtung der Symptomkomplexe durchgeführt. Anschließend erfolgen Häufigkeitsberechnungen und die deskriptive soziodemographische und laborchemische Beschreibung der PCS Fälle im Vergleich zu den nicht-PCS Fällen. Der zweite Teil des Projektes nimmt die Erweiterung des PCS um funktionale Aspekte (z.B. Ängstlichkeit, Resilienz, Mobilität) mit der gleichen Methodik vor. Erarbeitet werden soll eine präzise Operationalisierung für Post-COVID in der SÜP.

Antragstellerin: Dr. med. Christina Lemhöfer, Universitätsklinikum Jena, Jena

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Allgemeinmedizin Oktober 2022 Psychosomatik SÜP

Einfluss von Resilienz und Einsamkeitsempfinden auf den Gewichtsverlauf bei SARS-CoV2-Erkrankten

Titel der Studie: Influence of resilience and loneliness on weight trajectory in SARS-CoV2 patients

Einfluss von Resilienz und Einsamkeitsempfinden auf den Gewichtsverlauf bei SARS-CoV2-Erkrankten

Was wird untersucht?

Die soziale Isolation im Rahmen der COVID-19-Pandemie hat zu einem Anstieg des Einsamkeitsempfindens und zu Veränderungen im Essverhalten beigetragen. Einsamkeit kann nicht nur die Gewichtsentwicklung und das physische und psychische Wohlbefinden, sondern auch den Verlauf von COVID-19 negativ beeinflussen. Zudem scheint COVID-19 einen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung von Infizierten auszuüben, wobei das Gewicht selbst ebenfalls den Akutverlauf beeinflussen kann. Der Zusammenhang zwischen einer relevanten Gewichtsveränderung und dem empfundenen Grad der Einsamkeit bei SARS-CoV-2-Infizierten ist bislang unklar. Ausgehend davon, dass Resilienz negativ mit Einsamkeitsempfinden assoziiert ist, bleibt zudem offen, ob sich ein hoher Resilienzgrad protektiv auf eine relevante Gewichtsänderung bei COVID-19 auswirken kann. Die Ergebnisse dieses Vorhabens können dazu beitragen, einem ungünstigen Gewichtsverlauf im Rahmen einer SARS-CoV-2-Infektion entgegenzuwirken.

Antragsteller: Prof. Dr. Imad Maatouk, Psychosomatik in Kooperation mit Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

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Kardiologie September 2022 SÜP

Die Rolle von Autoimmunantikörpern in dem Post-COVID Syndrom

Titel der Studie: The role of aunoimmune antibodies in post-COVID Syndrome

Die Rolle von Autoimmunantikörpern in dem Post-COVID Syndrom

Was wird untersucht?

Erkrankungen mit COVID können gravierende bis lebensbetrohliche Ausmaße annehmen. Jedoch leiden die Patient:innen nicht nur unter der Erkrankung an sich, sondern auch unter deren Folgen. Etwa 46-73% der Patient:innen, die im Rahmen ihres Infektionsgeschehens eine/n Ärzt:in aufsuchen mussten, berichten auch 12 Wochen nach Ausklingen der Viruserkrankung noch an Beschwerden, wie Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Atemnot, Husten und Abgeschlagenheit zu leiden. Besonders häufig wird dies bei Patient:innen beobachtet, die aufgrund ihrer Erkrankungsschwere auf einer Intensivstation behandelt werden mussten und dabei an ungewollter Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen gelitten haben. Diese können zu Verstopfungen der Lungenfäße ebenso wie der Blutgefäße anderer Organe, wie z.B. dem Herz führen. Voruntersuchungen konnten zeigen, dass es zu Bildung von Autoimmunantikörpern im Rahmen der COVID Infektion kommen kann. Diese Antikörper können zu der Bildung entsprechender Blutgerinnsel beitragen. Wie lange diese Antikörper nach abgeklungener Infektion noch nachweisbar sind und zu entsprechenden Problemen führen können, ist bis dato nicht bekannt. In diesem Projekt möchten wir das Vorhandensein dieser Antikörper nachweisen und deren Auswirkungen auf das Immunsystem ebenso wie anderen Bestandteile des Blutes untersuchen.

Antragsteller: Sven Stockhausen, Klinikum der LMU München, Medizinische Klinik 1, München

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Immunologie und Autoimmunität Mai 2022 Rehabilitation SÜP

Erkrankungsschwere einer SARS-CoV-2-Infektion und Entwicklung eines Long-COVID-Syndroms in Abhängigkeit der Funktion des 1-Karbon-Stoffwechsels (OCM)

Titel der Studie: Disease severity of SARS-CoV-2 infection and development of long covid syndrome in relation to the One-carbon metabolism (OCM) function

Erkrankungsschwere einer SARS-CoV-2-Infektion und Entwicklung eines Long-Covid-Syndroms in Abhängigkeit der Funktion des 1-Karbon-Stoffwechsels (OCM)

Was wird untersucht?

Der OCM regelt grundlegende Zell-Funktionen. Der OCM ist von genetischen und Umwelt-Faktoren abhängig, insbesondere von der Zufuhr verschiedener B-Vitamine. Damit das SARS-CoV-2-Virus in die Zelle eindringen kann, ist u.a. die Aktivierung eines Enzyms (Furin-Endoprotease) notwendig. Dieses Enzym kann durch eine ausreichende Konzentration der biologisch aktiven Form der Folsäure (Vitamin B9) gehemmt werden und so die Empfänglichkeit gegenüber einer Infektion reduzieren. Störungen im OCM, z.B. ausgelöst durch einen Mangel an B-Vitaminen, erhöhen dementsprechend das Risiko einer Infektion. Ist es zu einer SARS-CoV-2-Infektion gekommen, führen die Gegenreaktionen des Organismus dazu, dass sich der OCM verlangsamt, wodurch die Virus-Vermehrung und die Krankheitsschwere zunehmen können. In dieser Studie soll der Einfluss genetischer und Lebensstil-Faktoren und Details des OCM auf die davon abhängige Krankheitsschwere, den Verlauf der Erkrankung und die Entwicklung von Long-Covid untersucht werden.

Antragstellerin: Christina Lemhöfer, Universitätsklinikum Jena, Institut für Physiotherapie, Jena

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August 2022 Biomathematik Intensivmedizin SÜP

Vorhersage von COVID-19-bedingten Schwerstschadensereignissen in Krankenhäusern

Titel der Studie: Prediction of adverse events caused by COVID-19  in hospitals

Vorhersage von COVID-19-bedingten Schwerstschadensereignisse in Krankenhäusern

Was wird untersucht?

Bei Infektionen mit COVID-19 können schwere Verläufe nicht immer rechtzeitig erkannt werden. Trotz bekannter Risikofaktoren für schwere Verläufe, wie etwa das Alter oder ein fehlender Impfschutz. Insbesondere wurde wiederholt beobachtet, dass sich der Zustand von Patient:innen mit anfänglich milden bis moderaten Krankheitssymptomen relativ schnell drastisch verschlechtern kann. Ziel dieser Studie ist die Identifikation von Vorhersagemarkern für schwere Verläufe und deren Integration in ein Vorhersagemodell. Dieses soll auf  Merkmalen basieren, die bis zu 48 Stunden nach der Einweisung in einem Krankenhaus vorliegen. Dazu sollen v.a. Labordaten auf ihre Assoziation mit schweren Verläufen untersucht werden und in ein Vorhersagemodell einfließen. Ein solches Modell könnte potentiell schwere Verläufe frühzeitiger erkennen, um früher therapeutisch reagieren zu können. Dabei ist das Modell lediglich dazu geeignet, eine Warnung an die behandelnden Ärzt:innen und Pfleger:innen zu geben.

Antragsteller: Prof. Maik Kschischo, Hochschule Koblenz, Mathematik und Technik, Koblenz

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Infektiologie Oktober 2022 SÜP

Die semantische Lücke in der standardisierten Beschreibung von viralen Testungen in klinischen Studien

Titel der Studie: The semantic gap in the standardised description of viral testing in clinical trials

Die semantische Lücke in der standardisierten Beschreibung von viralen Testungen in klinischen Studien

Was wird untersucht?

Während der COVID-19 Pandemie entwickeln sich immer wieder neue Virus-Varianten, die anhand von Labortests wie z.B. viralen Gentests untersucht werden, um die Pandemieüberwachung zu gewährleisten. Darüber hinaus gibt es mittlerweile viele unterschiedliche Studien, die sich mit der COVID-19 Erkrankung beschäftigen und ihre Fragebögen unterschiedlich gestalten. In den Fragebögen werden auch Fragen zu viralen Genomtests und Testergebnissen auf unterschiedliche Weise abgefragt. Um den größtmöglichen Nutzen und Erkenntnisgewinn aus diesen Daten zu ziehen, müssen sie interoperabel sein, d. h. sie müssen sich leicht in digitaler Form übermitteln lassen, ohne dass dabei irgendwelche Aspekte der Daten verloren gehen. Zur Interoperabilität gehört auch, dass die Daten mit Hilfe von Standards eindeutig beschrieben werden müssen. Da sich das Coronavirus stetig weiterentwickelt, müssen die Untersuchungen der Virusvarianten und damit die Abfragen in den Studienfragebögen stets weiterentwickelt werden. In dieser Studie werden wir überprüfen, inwiefern der Inhalt unterschiedlicher COVID-19 Studien – darunter die NAPKON-SÜP Studie – im Hinblick auf die Virustestungen auf verfügbare Standards abgebildet werden kann. Wir werden dabei nicht direkt mit Patient:innendaten arbeiten, sondern uns insbesondere die Fragen zur Virustestung anschauen, die den NAPKON SÜP Patient:innen gestellt werden.

Antragstellerin: Sina Hopff, Uniklinikum Köln, Köln

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HAP Infektiologie November 2021 SÜP

Geschlechtsunterschiede in der Symptomatik und Wahrnehmung von COVID-19

Titel der Studie: Gender differences in symptoms and perception of COVID-19

Geschlechtsunterschiwde in der Symptomatik und Wahrnehmung von COVID-19

Was wird untersucht?

Geschlechtsunterschiede in Verlauf von COVID-19 sind gut dokumentiert. Auch bei vielen anderen Krankheitsbildern wurden Geschlechtsunterschiede in der klinischen Präsentation beobachtet. Ein prominentes Beispiel ist der Herzinfarkt, in dessen Rahmen atypische Symptome bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern. In ähnlicher Weise können solche Unterschiede bei Infektionskrankheiten wie HIV und Influenza beobachtet werden. Wie bei Herzinfarkt kann die Kenntnis geschlechtsspezifischer Beschwerden die korrekte und rechtzeitige Identifizierung von COVID-19-Patient:innen unterstützen. Geschlechtsunterschiede im Krankheitsbild von COVID-19 wurden bisher jedoch kaum untersucht. In einer unveröffentlichten Studie mit Daten aus der Lean European Open Survey zur Kohorte von SARS-CoV-2-infizierten Patienten (LEOSS) haben wir geschlechtsspezifische Unterschiede im klinischen Bild von COVID-19 festgestellt. Diese Ergebnisse möchten wir mit Daten aus der NAPKON-Studie bestätigen.

Antragsteller: Hans Christian Stubbe, Ludwig-Maximilian Universität Klinikum, Medizinische Klinik und Poliklinik II, München