Categories
März 2022 PROM Schmerzmedizin SÜP

Häufigkeit von Schmerzen im Verlauf einer COVID-19 Erkrankung

Titel der Studie:  Prevalnce of pain during COVID-19

Häufigkeit von Schmerzen im Verlauf einer COVID-19 Erkrankung

Was wird untersucht?

Mögliche Symptome einer akuten COVID-19 Erkrankung sind Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen (Muskeln, Gelenke). Es gibt Hinweise, dass bei einigen Betroffenen diese Schmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und sich eventuell ein chronisches Schmerzsyndrom, welches vor der COVID-19 Erkrankung nicht bestand, entwickelt. In dem Projekt wollen wir untersuchen, wie häufig von an COVID-19 Erkrankte Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen zu Beginn der Erkrankung, nach Beendigung der Akutbehandlung sowie sechs Wochen nach Beendigung der Akutbehandlung berichtet werden und ob es Zusammenhänge mit anderen Symptomen wie Luftnot und Müdigkeit gibt. Weiterhin wollen wir untersuchen, ob es Risikofaktoren für chronische Schmerzen nach COVID-19 gibt, wie z. B. Alter, Geschlecht, Schwere von COVID-19. Die Ergebnisse der Studie sollen die Grundlage für weitere Projektanträge zur Häufigkeit chronischer Schmerzen (> 3 und 12 Monate nach Beginn von COVID-19) bilden. Weiterhin wollen wir in anschließenden Projektanträgen untersuchen, ob es biologische und psychische Risikofaktoren für die Entwicklung chronischer Schmerzen nach COVID-19 gibt. Die Ergebnisse der geplanten Projekte sollen dabei helfen, den schmerzmedizinischen Versorgungsbedarf in Post-COVID-19 Ambulanzen abzuschätzen und Therapien zu entwickeln, um die Chronifizierung von Schmerzen zu verhindern, falls veränderbare Risikofaktoren für die Entwicklung chronischer Schmerzsyndrome identifiziert werden können. Das Projekt soll zur Entwicklung von Kriterien eines Post-COVID-19 Syndroms durch die Weltgesundheitsorganisation beitragen.

Antragsteller Prof. Winfried Häuser, Klinikum Saarbrücken, Innere Medizin 1, Saarbrücken