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Epidemiologie und Public Health HNO Juni 2021 Kardiologie Neurologie Pneumologie POP Psychische Gesundheit

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Titel der Studie: Fatigue after SARS-CoV-2 infection: what leads to it, what accompanies it?

Was wird untersucht? 

Fatigue beschreibt eine „signifikante Müdigkeit, erschöpfte Kraftreserven oder erhöhtes Ruhebedürfnis, unverhältnismäßig zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen“. Dieses Symptom stellt nach aktuellem Wissen das mit Abstand häufigste anhaltende Symptom nach abgelaufener SARS-CoV-2 Infektion und COVID-19 Erkrankung dar (Post-COVID-Fatigue). Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen diesem Symptom und möglichen Auslösern, in dem Daten aus der Zeit vor der Infektion, Ablauf der akuten Infektion und aktuell erhobene Blutparameter in die Analysen aufgenommen werden. Weiter wird untersucht, mit welchen weiteren –parallel bestehenden- Problemen Fatigue gehäuft einhergeht. Die Studie kann Hinweise für die frühzeitige Definition von Risikopersonen für Post-COVID-Fatigue liefern und damit eine effektive Impfpriorisierung unterstützen. Weiter können die Ergebnisse zur Entwicklung von Therapiestrategien gegen Post-COVID-Fatigue verwendet werden.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Walter Maetzler, FOSA Neurologie, UKSH Kiel

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HAP Juni 2021 Psychische Gesundheit

Kann selbstberichtete psychische Belastung nach COVID-19 Erkrankung durch maschinelles Lernen vorhergesagt werden?

Kann selbstberichtete psychische Belastung nach COVID-19 Erkrankung durch maschinelles Lernen vorhergesagt werden?

Titel der Studie: A machine learning approach to predict mental health after COVID-19 as measured with Patient Reported Outcomes

Was wird untersucht? 

COVID-19 ist eine schwerwiegende Erkrankung, die häufig eine intensivmedizinische Behandlung notwendig macht. Bisher weiß man nur wenig über die psychischen Folgen der COVID-19 Erkrankung und deren Behandlung. In dieser Studie möchten wir untersuchen, ob es eine Analyse verschiedener demographischer, klinischer, biologischer und psychologischer Variablen ermöglicht, das Ausmaß psychischer Belastung 3, 6, und 12 Monate nach der COVID-19 Erkrankung vorherzusagen. Dabei wird die psychische Belastung von den Patient:innen standardisiert selbst berichtet. Sollte unsere Studie erfolgreich sein, würde sie es Ärzt:innen ermöglichen, frühzeitig im Krankheitsverlauf vorherzusagen, welche Patient:innen behandlungsbedürftige psychische Belastungen nach einer COVID-19 Erkrankung entwickeln werden. Dadurch wäre es frühzeitig möglich, je nach Risiko für eine ausgeprägte psychische Belastung, spezifische Therapien einzusetzen, um die psychische Belastung nach Covid-19 Erkrankung zu verringern.

Antragsteller: Prof. Dr. Christian Otte; Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

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Mai 2021 POP Psychische Gesundheit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Titel der Studie: Impact of psychological consequences of COVID-19 disease on individual treatment and outcome parameters and subsequent work ability

Was wird untersucht? 

Um die Folgen einer Covid-19 Erkrankung optimal behandeln und vorbeugen zu können, ist eine präzise Beschreibung des psychischen und körperlichen Zustandes von Covid-19 Patienten erforderlich. In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, wie sich eine COVID-19 Erkrankung auf die psychische und körperliche Gesundheit bei verschiedenen Personengruppen niederschlägt. In einem ersten Schritt wird erfasst wie häufig bestimmte psychische Zustände (z.B. Angst, Depression) in der Gesamtgruppe der Covid-19 Patienten auftreten. In einem zweiten Schritt untersuchen wir, ob sich diese Häufigkeit in Abhängigkeit von sozialer Unterstützung, Alter, Geschlecht und anderen demographischen Variablen unterscheidet. In einem dritten Schritt wird erfasst, ob und wie psychischer Zustände mit der Schwere der Erkrankung (stationär vs. nicht stationärer Aufenthalt; Lungenfunktion) und der Arbeitsfähigkeit nach Abklingen der Erkrankung in Verbindung stehen.

Antragstellerin: Prof. Dr. Grit Hein, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg

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HAP Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: The course of health-related quality of life in COVID-19 patients in Intersectoral Platform SÜP and Highresolution Platform (HAP)

Was wird untersucht? 

Bisher konnte gezeigt werden, dass sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der
Allgemeinbevölkerung während der Coronapandemie verringerte. Vor allem im Bereich Ängstlichkeit und Depressivität sowie Schmerz und Unwohlsein wurden verstärkt Probleme berichtet.
Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, berichteten eine geringere Lebensqualität je stärker
ihre Symptome waren. 67% von COVID-19 Patient:innen, die eine Behandlung auf der Intensivstation
überlebten, gaben auch ein halbes Jahr nach der Erkrankung eine geringe Lebensqualität an. Neben
Schmerz/Unwohlsein und Ängstlichkeit/Depressivität wurden besonders Probleme mit der Mobilität
berichtet.
In dieser Studie möchten wir den Verlauf der Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen, während und
nach der akuten Erkrankung, untersuchen. Wir möchten zudem untersuchen, welche Personen- und
Krankheitsmerkmale mit der berichteten Lebensqualität zusammenhängen

Antragstellerin: Nora Hettich, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlauf

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlaufs

Titel der Studie: Pre-existing mental illness associated with COVID-19
Disease progression

Was wird untersucht? 

Bisher ist unklar, wie viele Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, zuvor an einer psychischen
Störung erkrankt waren. Es gibt aber Hinweise darauf, dass nicht nur somatische, sondern auch
psychische Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen mit einer COVID-19 Erkrankung im
Krankenhaus behandelt werden zu müssen und auch daran zu versterben.
Weil bisher vor allem soziodemographische und somatische Risikofaktoren betrachtet wurden, soll in
dieser Studie untersucht werden, welcher Zusammenhang zwischen psychischen Vorerkrankungen und
dem Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung besteht..

Antragstellerin: Nora Hettich,  Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie