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Mai 2021 Neurologie POP

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen

Lebensqualität nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder
Fieber bereits abgeklungen sind, leiden einige Patient:innen auch noch Monate nach der
Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive
Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme.
Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen
einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste
dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRTDaten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns
mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven
Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der
Patient:innen eine Rolle.

Antragsteller: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: Mai 2021, Neurologie, POP

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Mai 2021 POP Psychische Gesundheit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Titel der Studie: Impact of psychological consequences of COVID-19 disease on individual treatment and outcome parameters and subsequent work ability

Was wird untersucht? 

Um die Folgen einer Covid-19 Erkrankung optimal behandeln und vorbeugen zu können, ist eine präzise Beschreibung des psychischen und körperlichen Zustandes von Covid-19 Patienten erforderlich. In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, wie sich eine COVID-19 Erkrankung auf die psychische und körperliche Gesundheit bei verschiedenen Personengruppen niederschlägt. In einem ersten Schritt wird erfasst wie häufig bestimmte psychische Zustände (z.B. Angst, Depression) in der Gesamtgruppe der Covid-19 Patienten auftreten. In einem zweiten Schritt untersuchen wir, ob sich diese Häufigkeit in Abhängigkeit von sozialer Unterstützung, Alter, Geschlecht und anderen demographischen Variablen unterscheidet. In einem dritten Schritt wird erfasst, ob und wie psychischer Zustände mit der Schwere der Erkrankung (stationär vs. nicht stationärer Aufenthalt; Lungenfunktion) und der Arbeitsfähigkeit nach Abklingen der Erkrankung in Verbindung stehen.

Antragstellerin: Prof. Dr. Grit Hein, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg

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Mai 2021 Pneumologie POP

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Titel der Studie: Pulmonary Functional Residuals and Small Airway Dysfunction after SARS-CoV-2 Infections with Different Severity Levels

Was wird untersucht? 

Das Coronavirus vermehrt sich nach der Infektion zunächst in den oberen und unteren Atemwegen. Husten, Luftnot und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit gehören zu den häufigsten Symptomen in der akuten Erkrankungsphase. Einige Patienten klagen auch viele Monate nach der Infektion noch über Luftnot und verminderte Belastbarkeit. Mit den gängigen Untersuchungsmethoden der Lungenfunktion lassen sich oft nur geringe oder gar keine Veränderungen nachweisen. Bei den Patienten in der populationsbasierten Kohortenplattform wurde neben den gängigen Lungenfunktionsuntersuchungen auch neuere Techniken angewendet, mit denen man die Funktion der kleinen Atemwege und die Atemwegsentzündung messen kann. Eines der Ziele dieser Auswertung ist es, die Lungenfunktionstechnik herauszufinden, mit der man die von den Patienten beschriebene Symptomatik am besten messen und quantifizieren kann.

Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Bahmer, UKSH Kiel, Innere Medizin I

Fachbereich: Mai 2021, Pneumologie, POP

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: COVIDOM-Metamicrobiome

Was wird untersucht? 

Ein hoher Prozentsatz von Covid-19-Patienten leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patienten zeigte, dass die sich deren Stoffwechselmuster stark unterschieden. Es ist auch bekannt, dass COVID-19 das Darmmikrobiom stört. Die Studie COVIDOM-Metamikrobiom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in Stoffwechselwerten und im Darmmikrobiom, die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von COVID-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long COVID.

Antragsteller: Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Institut für Klinische MolekularbiologieChristian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: COVIDOM-Transcriptome

Was wird untersucht? 

Ein hoher Prozentsatz von COVID-19-Patienten leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patienten zeigte, dass bestimmte Blutzellen und deren Produkte für den Verlauf der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Die Studie COVIDOM-Transkriptom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in den Ribonukleinsäure-Mustern von Blutzellen, die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von Covid-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung, bzw. Therapie, von Long COVID. Im Fokus stehen vor allem die gestörte Blutgerinnung und antikörpervermittelte Immunität.

Antragsteller: Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Institut für Klinische Molekularbiologie Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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April 2021 Pneumologie POP

Klinische Charakterisierung von SARS-CoV-2 infizierten Patienten in einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe in Deutschland

Klinische Charakterisierung von SARS-CoV-2 infizierten Patienten in einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe in Deutschland

Originaltitel der Studie: Symptom persistence, functional and inflammatory characteristics of patients after SARS-CoV-2 infection or COVID-19 disease in a multi-center, population-based cohort in Germany 

Was wird untersucht?

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann unterschiedlich schwer verlaufen. Das Spektrum reicht von schweren Verläufen, die eine Krankenhausbehandlung oder sogar künstliche Beatmung notwendig machen, bis hin zu leichten, teilweise sogar asymptomatischen Verläufen. Das Auftreten von Beschwerden nach der akuten Phase der Erkrankung, was inzwischen als Post-COVID oder Long-COVID bezeichnet wird, tritt unabhängig von der initialen Erkrankungsschwere auf. In dieser Auswertung soll das Post-COVID-Syndrom in seiner Intensität und Häufigkeit in der deutschen Bevölkerung genauer beschrieben werden.

Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Bahmer, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, UKSH Campus Kiel.

Fachbereich: April 2021, Pneumologie, POP