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August 2021 HAP Napkon POP SÜP

Eine Übersicht der Studie Nationales Pandemie Kohorten Netz

Eine Übersicht der Studie Nationales Pandemie Kohorten Netz

Titel der Studie: An overview of the National Pandemic Cohort Network

Was wird untersucht? 

In dieser Veröffentlichung stellen die am Aufbau des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON) beteiligten Personen NAPKON vor. Sie gehen dabei auf die unterschiedlichen Bestandteile ein und geben damit der Öffentlichkeit einen Überblick darüber, wie NAPKON funktioniert. Zusätzlich werden die Anzahl und der Verlauf der Patient:innen und die erhobenen zugehörigen Visiten und Bioproben beschrieben.

Antragsteller: Maximilian Schons, Universitätsklinikum Köln

Fachbereich: August 2021, HAP, Napkon, POP, SÜP

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Hämatologie/Onkologie HAP Juni 2021 POP SÜP

Corona-Infektionen bei Patient:innen mit bösartigen Tumoren des lymphatischen Systems (maligne Lymphome)

Corona-Infektionen bei Patient:innen mit bösartigen Tumoren des lymphatischen Systems (maligne Lymphome)

Titel der Studie: Corona infections in patients with malignant tumors of the lymphatic system (malignant lymphomas)

Was wird untersucht? 

Lymphome stellen eine uneinheitliche Gruppe von bösartigen Erkrankungen dar. Ihren gemeinsamen Ursprung haben sie im lymphatischen System. Zur Behandlung gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieformen. Eine wichtige Nebenwirkung der Therapien ist eine Einschränkung der Funktion des Immunsystems mit vermehrter Infektanfälligkeit. Patient:innen mit Lymphomen können so auch ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus haben. Bei manchen dieser Patient:innen zeigte sich auch ein erhöhtes Sterberisiko durch eine Corona Infektion.

Wie genau aber z.B. unterschiedliche Therapieformen den Verlauf der Corona Infektion beeinflussen ist nicht bekannt. Gleichzeitig ist unklar, ob und wieweit eine Corona Infektion einen Effekt auf den weiteren Verlauf der Lymphomerkrankung hat. Um mögliche Effekte nachweisen zu können, sind Nachbeobachtungen an einer großen Zahl von Patient:innen notwendig.

Ziel der Studie ist es, Informationen zu sammeln, die uns verstehen lassen, wie unterschiedliche Faktoren den Verlauf der Corona Infektion und der Lymphomerkrankung beeinflussen, um später valide Entscheidungen zur weiteren Lymphomtherapie treffen zu können.

Antragstellerin: Dr. med. Stefanie Forkl, Medizinische Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München, Campus Großhadern

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HAP Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP SÜP

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Titel der Studie: COVIDOM-Energy

Was wird untersucht? 

Patient:innen mit einem gestörten Zuckerhaushalt sind besonders gefährdet, einen schweren COVID-19-Verlauf bis hin zum Tod zu entwickeln. In der Studie COVIDOM-Energy soll bei COVID-19-Patient:innen mit und ohne Diabetes untersucht werden, wie sich das – auch bei Nicht-Diabetikern – relativ breite Spektrum des Zuckerhaushalts mit seinen zahlreichen Regelkreisen auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 auswirkt. Hierbei werden sowohl der akute Verlauf der COVID-19-Erkrankung als auch Long-COVID untersucht.

Antragsteller: Prof. Dr. Stefan Schreiber, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei COVID-19?

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei COVID-19?

Titel der Studie: What is the role of previous or concurrent infections with rhinoviruses in COVID-19?

Was wird untersucht? 

Die stark unterschiedlichen Krankheitsverläufe bei COVID-19 könnten auch auf frühere oder gleichzeitig ablaufende Atemwegserkrankungen zurückgehen. Rhinoviren sind hauptverantwortlich für Schnupfen und Erkältungen und kommen in drei Arten (A, B und C) mit insgesamt über 100 Varianten (sog. Serotypen) vor. Es gibt Hinweise darauf, dass eine gleichzeitige Infektion mit bestimmten Rhinoviren die Vermehrung des COVID-19-Erregers SARS-CoV-2 in den Deckzellen der Atemwege blockieren kann. In der Studie COVIDOM-RV wird durch die parallele Messung der Antikörper gegen über 130 verschiedene Rhinovirus-Proteine und Bruchstücke davon untersucht, welche früheren und aktuellen Rhinovirus-Infektionen sich bei COVID-19-Patienten nachweisen lassen und ob die daraus ablesbaren Infektionsgeschichten mit dem Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammenhängen.

Antragsteller: Prof. Dr. Stefan Schreiber, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 

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HAP Juni 2021 Neurologie POP SÜP

Immunvermittelte Pathogenese und Entwicklung von Autoimmunität bei Patient:innen mit COVID-19 und neurologischer Manifestation

Immunvermittelte Pathogenese und Entwicklung von Autoimmunität bei Patient:innen mit COVID-19 und neurologischer Manifestation

Titel der Studie: Immune-mediated pathogenesis and development of autoimmunity in neurological manifestations of COVID-19

Was wird untersucht? 

Ziel dieser Studie ist es, mögliche Ursachen neurologischer Manifestationen einer SARS-CoV-2 Infektion besser zu verstehen.

Neurologische Symptome sind häufig bei COVID-19 in der Akutphase und auch als Langzeitfolgen. Welche Symptome das sind, wie ausgeprägt diese sind und wie lange diese andauern, ist bisher nicht ausreichend untersucht. Entsprechend sollen Symptome bei einer größeren Zahl von Patient:innen systematisch erfasst werden und mit Untersuchungen des Biomaterials (Blut und Nervenwasser) in Zusammenhang gebracht werden.

Außerdem soll untersucht werden, warum es zum Auftreten dieser neurologischen Symptome kommt. Ohne die Ursachen der Symptome genau zu kennen, kann keine zielgerichtete Behandlung erfolgen. Als mögliche Ursachen werden zwei Ansätze von unserer Arbeitsgruppe untersucht. Einerseits ist denkbar, dass Antikörper im Blut oder Nervenwasser sich gegen bestimmte körpereigene Strukturen wie Nerveneiweiße richten (sog. Autoantikörper). Man spricht dann von einer durch die Virusinfektion bedingten sogenannten Autoimmunerkrankung, die gezielt behandelt werden kann. Werden andererseits Spuren von SARS-CoV-2 im Nervenwasser nachgewiesen, wäre eine Immuntherapie nicht zielführend und antivirale Therapien müssten entwickelt werden. Zudem könnte dann beispielsweise eine frühzeitige Impfung oder Antikörpertherapie wirksam gegen anhaltenden „Post-COVID-Beschwerden“ helfen.  

Entsprechend sollen die Erkenntnisse dieser Studie zukünftig für eine verbesserte Diagnostik eingesetzt werden und als Basis für eine zielgerichtete Therapie dienen.

Antragstellerin: Dr. med Christiana Franke, Department of Neurology and Experimental Neurology, Campus Benjamin Franklin (CBF), Charité – Universitätsmedizin Berlin

 

Fachbereich: HAP, Juni 2021, Neurologie, POP, SÜP

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Epidemiologie und Public Health HAP Juni 2021 Napkon POP SÜP

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Titel der Studie: Epidemiology Core Unit (ECU) within the National Pandemic Cohort Network (NAPKON)

Was wird untersucht? 

Die ECU ist Teil der Kerninfrastruktur von NAPKON und stellt ein übergeordnetes Projekt dar, das für die externe Qualitätssicherung und Aufbereitung der in den Kohorten eingegebenen Rohdaten, regelmäßige Beschreibung der Studienkollektive aber auch für methodische Beratungen für Wissenschaftler:innen bei Etablierung neuer Module in den unterschiedlichen Studienplattformen verantwortlich ist. Die klinischen Daten werden einerseits für sogenannte „Kernanalysen“, Beschreibungen der Studienkollektive anhand beschreibender Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Symptomatik, verwendet. Um vergleichbare Auswertungen zu ermöglichen, wird weiterhin im Rahmen von Primärkodierungen die Kategorisierung von standardisierten Fragebögen, Altersgruppen und Messergebnissen von Untersuchungen durchgeführt. Weiterhin werden die Daten hinsichtlich der Vollständigkeit von einzelnen Variablen, aber auch auf Formularebene geprüft, um möglichst vollständige Datensätze gewährleisten zu können.

Antragsteller:innen: Epidemiology Core Unit innerhalb von NAPKON

 

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Epidemiologie und Public Health HNO Juni 2021 Kardiologie Neurologie Pneumologie POP Psychische Gesundheit

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Titel der Studie: Fatigue after SARS-CoV-2 infection: what leads to it, what accompanies it?

Was wird untersucht? 

Fatigue beschreibt eine „signifikante Müdigkeit, erschöpfte Kraftreserven oder erhöhtes Ruhebedürfnis, unverhältnismäßig zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen“. Dieses Symptom stellt nach aktuellem Wissen das mit Abstand häufigste anhaltende Symptom nach abgelaufener SARS-CoV-2 Infektion und COVID-19 Erkrankung dar (Post-COVID-Fatigue). Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen diesem Symptom und möglichen Auslösern, in dem Daten aus der Zeit vor der Infektion, Ablauf der akuten Infektion und aktuell erhobene Blutparameter in die Analysen aufgenommen werden. Weiter wird untersucht, mit welchen weiteren –parallel bestehenden- Problemen Fatigue gehäuft einhergeht. Die Studie kann Hinweise für die frühzeitige Definition von Risikopersonen für Post-COVID-Fatigue liefern und damit eine effektive Impfpriorisierung unterstützen. Weiter können die Ergebnisse zur Entwicklung von Therapiestrategien gegen Post-COVID-Fatigue verwendet werden.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Walter Maetzler, FOSA Neurologie, UKSH Kiel

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Juni 2021 Kardiologie POP

COVID-19 und das Herz

COVID-19 und das Herz

Titel der Studie: Evaluation of the long-term cardiac consequences of COVID-19 in the NAPKON-POP cohort

Was wird untersucht? 

Eine COVID-19-Erkrankung führt nicht nur zu kardiovaskulären Akutkomplikationen, sondern auch zu Langzeitfolgen bisher nicht abzuschätzenden Ausmaßes. Neben einer direkten Infektion der Herzmuskulatur durch das SARS-CoV-2-Virus scheinen auch Schädigungsmechanismen auf dem Boden einer Mangeldurchblutung oder durch Entzündungsprozesse eine Rolle zu spielen. Umfassende systematische Daten zu den kardialen Langzeitfolgen eine SARS-CoV-2-Infektion / COVID-19- Erkrankung stehen nicht zur Verfügung. Wir planen in diesem Kontext, die prognostische Bedeutung verschiedener Biomarker (u. a. NT-proBNP, hsTNT und (hs)C-reaktive Protein) zu evaluieren. Biomarker sind in der Medizin Werte, die Informationen zum Schweregrad und Verlauf einer Krankheit geben können. Es werden die Auswirkungen antientzündlicher Therapie mit Kortison sowie einer gleichzeitig bestehenden Herzschwächetherapie auf die langfristige Herzfunktion geprüft. Dazu sind spezifische detaillierte Funktionsanalysen der rechten und linken Herzkammer geplant. Schließlich ist in einem fachübergreifenden Projekt geplant, die Zusammenhänge zwischen Herzschwäche und psychopathologischen Auffälligkeiten nach COVID19-Erkrankung zu untersuchen.

Antragsteller:

Prof. Derk Frank, Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, UKSH und Christian-Albrechts-Universität Kiel

 

Fachbereich: Juni 2021, Kardiologie, POP

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Allgemeinmedizin HNO Juni 2021 Neurologie POP

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Titel der Studie: Chemosensation and dependent quality of life in long-COVID

Was wird untersucht? 

Es werden die Auswirkungen der neuartigen COVID-19 Erkrankung auf die chemosensorischen Funktionen Riechen, Schmecken und trigeminales System, die mindestens 6 Monaten nach Positivtestung auf das SARS-CoV-II noch vorhanden sind, analysiert. Die Untersuchung erfolgt durch eine subjektive Geruchs- und Geschmackstestung sowie einer Testung des Nervus trigeminus und zeigt mögliche verbliebene chemosensorische Fehlfunktionen auf.
Um sichtbare Veränderungen der Riechregion, also am Ort der Geruchswahrnehmung in der Nase, sowie den Geschmackspapillen der Zunge zu untersuchen, wird eine endoskopische Untersuchung der Nasenhaupt und Mundhöhle durchgeführt. Zudem werden durch eine gezielte Anamnese Vorerkrankungen erfragt, die einen Einfluss auf die Riech- und
Schmeckfunktion haben können.
Mittels Fragebögen zur Lebensqualität ergeben sich Rückschlüsse, wie sich eine verbliebene Störung der Chemosensorik nach einer COVID-19-Erkrankung auf diese auswirkt.

Insbesondere werden folgende Fragestellungen bearbeitet:
– Bestehen als Langzeitfolgen einer SARS-CoV-II-Infektion Störungen des Geruchs- und
Geschmackssinnes und treten diese abhängig oder unabhängig voneinander auf?
– Wie verteilen sich diese Störungen in der untersuchten Gruppe?
– Gibt es zeitabhängige Unterschiede in den Geruchs- und Geschmacksleistungen?
– Besteht ein Zusammenhang zwischen chemosensorischen Störungen und Schwere der
Erkrankung?
– Treten Störungen des trigeminalen Systems auf und sind diese abhängig von Geruchs- und
Geschmacksstörungen?
– Werden Störungen der Chemosensorik von den Betroffenen wahrgenommen?
– Welche Auswirkungen haben die detektierten Störungen auf die Lebensqualität der Betroffenen

Antragsteller:innen: Prof. Dr. Martin Laudien, CAU zu Kiel, UKSH Campus Kiel, Klinik für HNO-Heilkunde,
Kopf- und Halschirurgie

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HAP Mai 2021 Pneumologie POP

Einzellanalyse und Long COVID Vorhersagesoftware

Einzellanalyse und Long COVID Vorhersagesoftware

Titel der Studie: Single Cell Sequencing Interpreter and long COVID Predictor Tool (SILVer)

Was wird untersucht? 

Aus der Corona-Pandemie ist eine vorab nicht vorhersehbare Dimension an Patienten mit anhaltenden Symptomen hervor gegangen (Long COVID). Die Symptomantik ist nicht auf einzelne Organgruppen beschränkt und kann die Lunge, das Herz-/ Kreislaufsystem aber auch Nieren und das Nervensystem beeinträchtigen. Erste Hinweise existieren, die eine bestehende chronische Lungenerkrankung (z.B. Asthma) als Risikofaktor für Long COVID nahelegen. Allerdings sind die genauen Mechanismen sowie sich daraus ableitende Interventionsmassnahmen nicht ausreichend untersucht. Die Atemwegsschleimhaut stellt nicht nur eine Barrierefunktion dar, sondern spiegelt auch das zelluläre, immunologische Milieu der Atemwege wider. Unser Forschungsansatz bedient sich dieser Situation um in Patienten, die eine Corona-Infektion durchlebt haben, Änderungen der Schleimhautzusammensetzung zu identifizieren. Hierzu kommen hochauflösende Einzellzellanalysen (inkl. künstlicher Intelligenz) zum Einsatz, deren Signaturen als Vorhersagegrundlage für die Schwere der Corona-Langzeitverläufe dienen wird.

Antragsteller: 

Dr. rer. nat. Markus Weckmann Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätskinderklinik Lübeck

Fachbereich: HAP, Mai 2021, Pneumologie, POP