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Epidemiologie und Public Health HAP Infektiologie März 2022 POP SÜP

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Titel der Studie: Challenges and opportunities in creating an anonymisation pipeline for a national German dataset

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Was wird untersucht?

Die Daten- und Bioproben aus NAPKON können über eine Use & Access Verfahren beantragt werden und werden anschließend pseudonymisiert an Forscherteams zur Analyse herausgegeben. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und erfordert unterschiedliche Abstimmungsprozesse, um insbesondere eine gute Datenqualität und einen hinreichenden Datenschutz zu gewährleisten. Damit auch Echtzeit-Daten der NAPKON Kohorte für die Öffentlichkeit einsehbar sind, wurde ein Anonymisierungsprozess etabliert, der 15 wichtige Variablen aus dem NAPKON Datensatz nach einem speziellen Datenschutzkonzept abfragt und daraus einen anonymen, öffentlich zugänglichen Datensatz generiert. Die Herausforderungen und Möglichkeiten dieses Anonymisierungsprozesses und des resultierenden Datensatzes werden in diesem Projekt herausgearbeitet und veröffentlicht, um die sogenannte Open Science Wissenschaft zu fördern und damit die öffentliche Zugänglichkeit zu wichtigen Daten weiter voranzutreiben.

Antragsstellerin: Carolin Jakob, Universitätsklinikum Köln, Köln

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März 2022 POP Psychische Gesundheit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer Covid-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungs- und Outcomeparameter sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Titel der Studie: Effects of the psychological consequences of a Covid-19 disease on individual treatment and outcome parameters as well as later ability to work

Auswirkungen der psychischen Folgen einer Covid-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungs- und Outcomeparameter sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Was wird untersucht?

Um die Folgen einer Covid-19 Erkrankung optimal behandeln und vorbeugen zu können, ist eine präzise Beschreibung des psychischen und körperlichen Zustandes von Covid-19 Patient:innen erforderlich. In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, wie sich eine Covid-19 Erkrankung auf die psychische und körperliche Gesundheit bei verschiedenen Personengruppen niederschlägt. In einem ersten Schritt wird erfasst wie häufig bestimmte psychische Zustände (z.B. Angst, Depression) in der Gesamtgruppe der Covid-19 Patient:innen auftreten. In einem zweiten Schritt untersuchen wir ob sich diese Häufigkeit in Abhängigkeit von sozialer Unterstützung, Alter, Geschlecht und anderen demographischen Variablen unterscheidet. In einem dritten Schritt wird erfasst, ob und wie psychischer Zustände mit der Schwere der Erkrankung (stationär vs. nicht stationärer Aufenthalt; Lungenfunktion) und der Arbeitsfähigkeit nach Abklingen der Erkrankung in Verbindung stehen.

Antragsstellerin: Prof. Grit Hein, Universitätsklinikum Würzburg, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Würzburg

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Epidemiologie und Public Health HAP März 2022 POP SÜP

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Titel der Studie: Epidemiology core within the framework of the National Pandemic Cohort Network (NAPKON)

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Was wird untersucht?

Die Epidemiologie Core Unit (ECU) ist Teil der Kerninfrastruktur von NAPKON und stellt ein übergeordnetes Projekt dar, das für die externe Qualitätssicherung und Aufbereitung der in den Kohorten eingegebenen Rohdaten, regelmäßige Beschreibung der Studienkollektive aber auch für methodische Beratungen für Wissenschaftler:innen bei Etablierung neuer Module in den unterschiedlichen Studienplattformen verantwortlich ist. Die klinischen Daten werden einerseits für sog. „Kernanalysen“, Beschreibungen der Studienkollektive anhand beschreibender Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Symptomatik, verwendet. Um vergleichbare Auswertungen zu ermöglichen, wird weiterhin im Rahmen von Primärkodierungen die Kategorisierung von standardisierten Fragebögen, Altersgruppen und Messergebnisse von Untersuchungen durchgeführt. Weiterhin werden die Daten hinsichtlich der Vollständigkeit von einzelnen Variablen, aber auch auf Formularebene geprüft, um möglichst vollständige Datensätze gewährleisten zu können.

Antragssteller: Prof. Jens-Peter Reese, Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Würzburg

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Klinische Molekularbiologie März 2022 POP

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei Covid-19?

Titel der Studie: What role do previous or concurrent rhinovirus infections play in Covid-19?

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei Covid-19?

Was wird untersucht?

Die stark unterschiedlichen Krankheitsverläufe bei Covid-19 könnten auch auf frühere oder gleichzeitig ablaufende Atemwegserkrankungen zurückgehen. Rhinoviren sind hauptverantwortlich für Schnupfen und Erkältungen und kommen in drei Arten (A, B und C) mit insgesamt über 100 Varianten (sog. Serotypen) vor. Es gibt Hinweise darauf, dass eine gleichzeitige Infektion mit bestimmten Rhinoviren die Vermehrung des Covid-19-Erregers SARS-CoV-2 in den Deckzellen der Atemwege blockieren kann. In der Studie COVIDOM-RV wird durch die parallele Messung der Antikörper gegen über 130 verschiedene Rhinovirus-Proteine und Bruchstücke davon untersucht, welche früheren und aktuellen Rhinovirus-Infektionen sich bei Covid-19-Patienten nachweisen lassen und ob die daraus ablesbaren Infektionsgeschichten mit dem Krankheitsverlauf von Covid-19 zusammenhängen.

 

Antragssteller: Prof. Stefan Schreiber, Uniklinik Schleswig-Holstein, Medizinische Klinik I, Kiel

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Epidemiologie und Public Health HNO Kardiologie März 2022 Neurologie Pneumologie POP Psychische Gesundheit

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Titel der Studie: Fatigue after SARS-CoV-2 infection: What causes it, what is involved?

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Was wird untersucht?

Fatigue beschreibt eine „signifikante Müdigkeit, erschöpfte Kraftreserven oder erhöhtes Ruhebedürfnis, unverhältnismäßig zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen“. Dieses Symptom stellt nach aktuellem Wissen das mit Abstand häufigste anhaltende Symptom nach abgelaufener SARS-CoV-2 Infektion und Covid-19 Erkrankung dar (Post-COVID-Fatigue). Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen diesem Symptom und möglichen Auslösern, in dem Daten aus der Zeit vor der Infektion, Ablauf der akuten Infektion und aktuell erhobene Blutparameter in die Analysen aufgenommen werden. Weiter wird untersucht, mit welchen weiteren –parallel bestehenden- Problemen Fatigue gehäuft einhergeht. Die Studie kann Hinweise für die frühzeitige Definition von Risikopersonen für Post-COVID-Fatigue liefern und damit eine effektive Impfpriorisierung unterstützen. Weiter können die Ergebnisse zur Entwicklung von Therapiestrategien gegen Post-COVID-Fatigue verwendet werden.

 

Antragssteller: Prof. Walter Maetzler, Uniklinik Schleswig-Holstein, Klinik für Neurologie, Kiel

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HAP März 2022 Neurologie POP SÜP

Pathogenese und Entwicklung von Autoimmunität bei Patienten mit COVID-19 und neurologischer Manifestation

Titel der Studie: Immune-mediated pathogenesis and development of autoimmunity in patients with COVID-19 and neurological manifestation

Immunvermittelte Pathogenese und Entwicklung von Autoimmunität bei Patienten mit COVID-19 und neurologischer Manifestation

Was wird untersucht?

Ziel dieser Studie ist es, mögliche Ursachen neurologischer Manifestationen einer SARS-CoV-2 Infektion besser zu verstehen.

 

Neurologische Symptome sind häufig bei COVID-19 in der Akutphase und auch als Langzeitfolgen. Welche Symptome das sind und wie ausgeprägt diese sind und wie lange diese andauern, ist bisher nicht ausreichend untersucht. Entsprechend sollen Symptome bei einer größeren Zahl von Patienten systematisch erfasst werden und mit Untersuchungen des Biomaterials (Blut und Nervenwasser) in Zusammenhang gebracht werden. Außerdem soll untersucht werden, warum es zum Auftreten dieser neurologischen Symptome kommt. Ohne die Ursachen der Symptome genau zu kennen, kann keine zielgerichtete Behandlung erfolgen. Als mögliche Ursachen werden zwei Ansätze von unserer Arbeitsgruppe untersucht. Einerseits ist denkbar, dass Antikörper im Blut oder Nervenwasser sich gegen bestimmte körpereigene Strukturen wie Nerveneiweiße richten (sog. Autoantikörper). Man spricht dann von einer durch die Virusinfektion bedingten sog. Autoimmunerkrankung, die gezielt behandelt werden kann. Werden andererseits Spuren von SARS-CoV-2 im Nervenwasser nachgewiesen, wäre eine Immuntherapie nicht zielführend und antivirale Therapien müssten entwickelt werden. Zudem könnte dann beispielsweise eine frühzeitige Impfung oder Antikörpertherapie wirksam gegen anhaltenden „Post-COVID-Beschwerden“ helfen. Entsprechend sollen die Erkenntnisse dieser Studie zukünftig für eine verbesserte Diagnostik eingesetzt werden und als Basis für eine zielgerichtete Therapie dienen.

Antragsstellerin: Dr. Christiana Franke, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Neurologie und Experimentelle Neurologie, Berlin

Fachbereich: HAP, März 2022, Neurologie, POP, SÜP

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HAP Klinische Molekularbiologie März 2022 POP SÜP

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Titel der Studie: COVIDOM-Energy

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Was wird untersucht?

Patient:innen mit einem gestörten Zuckerhaushalt sind besonders gefährdet, einen schweren COVID-19-Verlauf bis hin zum Tod zu entwickeln. In der Studie COVIDOM-Energy soll bei COVID-19-Patient:innen mit und ohne Diabetes untersucht werden, wie sich das – auch bei Nicht-Diabetiker:innen – relativ breite Spektrum des Zuckerhaushalts mit seinen zahlreichen Regelkreisen auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 auswirkt. Hierbei werden sowohl der akute Verlauf der COVID-19-Erkrankung als auch Long-COVID untersucht.

 

Antragstellerin: Prof. Stefan Schreiber, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Klinik für innere Medizin I, Kiel

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Epidemiologie Februar 2022 HAP POP SÜP

Systematische molekulare Probenanalysen

Titel der Studie: Systematic molecular sample analysis

Systematische molekulare Probenanalysen

Was wird untersucht?

Im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohortennetzes (NAPKON) werden umfangreiche molekulare Analysen zu verschiedenen Visitenzeitpunkten an einer großen Zahl von Patient:innen von der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP), der Hochauflösenden Plattform (HAP) und der Populationsbasierten Plattform (POP) durchgeführt. Mit den Ergebnissen dieser einzigartigen longitudinalen Analysen erhoffen wir uns einen tiefen Einblick in den molekularen Verlauf der COVID-19 Erkrankung. Die Daten stehen über das Use und Access Komitee interessierten Forscher:innen zur Verfügung.

Antragstellerin: Dr. Gabriele Anton, Helmholtz Zentrum München, Oberschleissheim

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Februar 2022 HAP POP SÜP

Auswirkungen von COVID-19 auf die Funktionsfähigkeit

Titel der Studie: Effects of COVID-19 on functioning

Auswirkungen von COVID-19 auf die Funktionsfähigkeit

Was wird untersucht?

In dieser Studie möchten wir Auswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Funktionsfähigkeit der betroffenen Personen untersuchen, insbesondere auf Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten, der sozialen Teilhabe, und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Für dieses Vorhaben sollen die Daten aus der NAPKON-Kohorte benutzt werden, in der zahlreiche Aspekte der Funktionsfähigkeit (soziale Teilhabe, Aktivitäten des täglichen Lebens), der Lebensqualität und der Einflussfaktoren detailliert erfasst wurden. Wir möchten analysieren, welche individuellen Faktoren mit der Funktionsfähigkeit zusammenhängen.

Spezifisch werden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Wie häufig treten Einschränkungen der Funktionsfähigkeit nach COVID-19 Erkrankung auf?
  • Gibt es bestimmte Einschränkungen die überproportional häufig simultan auftreten?
  • Gibt es alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Funktionsfähigkeit?
  • Welchen Einfluss hat die Schwere der Erkrankung?
  • Welche Auswirkungen hat die kognitive Gesundheit, insbesondere Depressivität, auf die Funktionsfähigkeit nach COVID-19?
  • Gibt es bezüglich der COVID-19 Virusvariante unterschiedliche Einschränkungen in der Funktionsfähigkeit?
  • Welche Auswirkungen haben gesundheitsrelevante persönliche Faktoren, wie Schlafverhalten, körperliche Aktivität oder BMI?

 

Antragstellerin: Prof. Eva Grill, LMU München, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, München

Fachbereich: Februar 2022, HAP, POP, SÜP

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Februar 2022 HAP POP SÜP Übersichtspublikation

Eine Übersicht der Studie “Nationales Pandemie Kohorten Netz”

Titel der Studie: An overview of the “National Pandemic Cohort Network” study

Eine Übersicht der Studie "Nationales Pandemie Kohorten Netz"

Was wird untersucht?

In dieser Veröffentlichung stellen die am Aufbau des Nationalen Pandemie Kohorten Netzes (NAPKON) beteiligten Personen NAPKON vor. Sie gehen dabei auf die unterschiedlichen Bestandteile ein und geben damit der Öffentlichkeit einen Überblick darüber, wie NAPKON funktioniert. Zusätzlich werden die Anzahl und der Verlauf der Patient:innen und die erhobenen zugehörigen Visiten und Bioproben beschrieben.

 

Antragsteller: Maximilian Schons, Universitätsklinikum Köln, Köln