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März 2022 Pädiatrie SÜP

Folgeerkrankungen bei SARS-CoV2-Infektionen ambulant betreuter Kinder- und Jugendlicher

Titel der Studie: Clinical features of disorders in pediatric outpatients following acute SARS-CoV2-Infections

Folgeerkrankungen bei SARS-CoV2-Infektionen ambulant betreuter Kinder- und Jugendlicher

Was wird untersucht?

Die Studie untersucht die Häufigkeit von langanhaltenden Beschwerden in Folge einer SARS-CoV-2 Infektion bei ambulant betreuten Kindern- und Jugendlichen in Deutschland. In unserer Untersuchung soll die Häufigkeit der jeweiligen Symptome sowie mögliche Risikofaktoren (z.B. Alter, Geschlecht, Schwere des Akutverlaufs) und deren Einfluss auf die Entstehung von Long-bzw. Post-COVID im Kindes- und Jugendalter bestimmt werden. Geplant ist zunächst eine Interimsanalyse zum Stand Juni 2022. Die Erkenntnisse der Studie sollen dazu beitragen, die Krankheitslast ambulant betreuter Kinder und Jugendlicher mit SARS-CoV-2 Infektion zu charakterisieren, um Schutz- und Präventionsmaßnahmen während der Pandemie für die jeweilige Altersgruppe entsprechend optimieren zu können. Auch für die zukünftige Vermeidung und mögliche Therapien eines Long- bzw. Post-COVID Syndroms bei Kindern und Jugendlichen soll diese Studie einen Beitrag leisten.

Antragsstellerin: Dr. Nicole Töpfner, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik- und Polyklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Dresden

Fachbereich: März 2022, Pädiatrie, SÜP

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HAP Immunologie und Autoimmunität Infektiologie Oktober 2021 Pädiatrie SÜP

COVID-19 und Zytokin-Sturm-Syndromen: Was lernen wir für die Behandlung bei schweren Verläufen mit überschießender Immunreaktion?

Titel der Studie: COVID-19 and cytokine storm syndromes: what do we learn for treatment in severe courses with exaggerated immune response?

COVID-19 und Zytokin-Sturm-Syndromen: Was lernen wir für die Behandlung bei schweren Verläufen mit überschießender Immunreaktion?

Was wird untersucht?

Schwere Krankheitsverläufe bei COVID-19 können mit ausgedehnten Entzündungen im Körper einhergehen – darin ähnelt die Krankheit den „Zytokin-Sturm-Syndromen“. Bei diesem produziert das Immunsystem zu viele Entzündungssignale, mit teilweise fatalen Folgen. Daraus lassen sich Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten ableiten: Bei immunsuppressiven Arzneimitteln wird die körpereigene Reaktion des Immunsystems unterdrückt – was dann wichtig wird, wenn das Immunsystem zu viele Entzündungssignale sendet, wie bei Zytokin-Sturm-Syndromen. Unser Schwerpunkt sind Autoinflammationserkrankungen (Anm. d. Red.: Entzündungsreaktion – scheinbar ohne äußeren Auslöser) mit überschießender Immunreaktion. Wir konnten durch den Einsatz von Biomarkern im Blut zeigen, dass sich die Entzündung bei COVID-19 von Zytokin-Sturm-Syndromen bei Autoinflammation unterscheidet – Die Blockade einiger Immunprozesse, die bei Zytokin-Sturm-Syndromen einsetzt wird, müsste bei COVID-19-Patienten also angepasst werden. Wir haben aber noch keine Patient:innenverläufe unter der Behandlung mit Zytokin-Blockade analysiert, was Gegenstand des neuen Projektes sein wird. Außerdem wollen wir Erwachsene und Kinder mit schweren COVID-19 Verläufen vergleichen, um Unterschiede in Zytokin-Antworten und damit auch neue Therapiemöglichkeiten zu erfassen.

Antragsteller: Prof. Dr. Dirk Föll, Universitätsklinikum Münster, Klinik für Pädiatrische Rheumatologie und Immunologie, Münster