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HAP Oktober 2021 Radiologie

COVID-assoziierte Veränderungen der Hirnstruktur und des funktionellen Konnektoms

Titel der Studie: COVID-associated alterations of brain structure and functional connectomics

COVID-assoziierte Veränderungen der Hirnstruktur und des funktionellen Konnektoms

Was wird untersucht?

Eine Erkrankung an COVID-19 kann zu langanhaltenden neurologischen Symptomen wie dem Verlust des Geruchssinnes, Schlaf- und Angststörungen und depressiven Symptomen führen. Es ist aktuell noch unklar, ob diese Symptome auf strukturelle oder funktionelle Hirnveränderungen zurückzuführen sind. Daher soll in dieser Studie zum einen ein Zusammenhang zwischen neurologischen Symptomen und strukturellen Bildgebungsdaten, wie z.B. die Signalstärke im Riechkolben, Hyperintensitäten der weißen Substanz und Strukturvolumen der grauen Substanz, untersucht werden. Zum anderen sollen die Veränderungen im jeweiligen funktionellen Konnektom der Individuen durch einen Vergleich mit einer Referenzgruppe aus 1.000 gesunden Kontrollprobanden quantifiziert werden. Die Ermittlung des quantitativen Wertes der funktionellen Konnektivitätsabweichung (dysconnectivity index) wurde von unserer Gruppe entwickelt und bereits erfolgreich bei Hirntumor-Patienten:innen angewandt. Als Studienergebnis erwarten wir, dass langanhaltende Symptome, die mit COVID assoziiert sind (z.B. Erschöpfung), durch Auffälligkeiten in der funktionellen Vernetzung des Gehirns sichtbar werden. Des Weiteren kann unsere Methode vermutlich Hinweise darauf geben, welche Hirnregionen am meisten von solchen funktionellen Konnektivitätsstörungen betroffen sind.

Antragstellerin: Dr. Sophia Stöcklein, Klinik und Poliklinik für Radiolgie, LMU Klinikum, München

Fachbereich: HAP, Oktober 2021, Radiologie