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HAP Infektiologie November 2021 SÜP

Geschlechtsunterschiede in der Symptomatik und Wahrnehmung von COVID-19

Titel der Studie: Gender differences in symptoms and perception of COVID-19

Geschlechtsunterschiwde in der Symptomatik und Wahrnehmung von COVID-19

Was wird untersucht?

Geschlechtsunterschiede in Verlauf von COVID-19 sind gut dokumentiert. Auch bei vielen anderen Krankheitsbildern wurden Geschlechtsunterschiede in der klinischen Präsentation beobachtet. Ein prominentes Beispiel ist der Herzinfarkt, in dessen Rahmen atypische Symptome bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern. In ähnlicher Weise können solche Unterschiede bei Infektionskrankheiten wie HIV und Influenza beobachtet werden. Wie bei Herzinfarkt kann die Kenntnis geschlechtsspezifischer Beschwerden die korrekte und rechtzeitige Identifizierung von COVID-19-Patient:innen unterstützen. Geschlechtsunterschiede im Krankheitsbild von COVID-19 wurden bisher jedoch kaum untersucht. In einer unveröffentlichten Studie mit Daten aus der Lean European Open Survey zur Kohorte von SARS-CoV-2-infizierten Patienten (LEOSS) haben wir geschlechtsspezifische Unterschiede im klinischen Bild von COVID-19 festgestellt. Diese Ergebnisse möchten wir mit Daten aus der NAPKON-Studie bestätigen.

Antragsteller: Hans Christian Stubbe, Ludwig-Maximilian Universität Klinikum, Medizinische Klinik und Poliklinik II, München

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Epidemiologie Hämatologie/Onkologie November 2021 POP Public Health

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Titel der Studie: COVICA – COVID-19 Regional NPL Registry

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Was wird untersucht?

Patient:innen mit Krebserkrankungen benötigen häufig nicht aufschiebbare Therapien, die mit regelmäßig wiederkehrenden ambulanten und stationären Behandlungen verbunden sind. Durch die bösartigen Grunderkrankungen wie etwa Leukämien, Lymphome oder solide Tumore selbst und/oder durch die damit verbundenen Therapien, besteht eine oft tiefgreifende und langanhaltende Immunsuppression. Damit stellen Patient:innen mit Krebserkrankungen eine besondere Risikogruppe im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie dar. Für Therapieentscheidungen muss das Risiko einer (schweren) SARS-CoV-2-Infektion dem Risiko durch das Verschieben und Aussetzen einer Krebstherapie gegenübergestellt werden. Um kurzfristig Strategien für eine gezielte Risikoabwägung und -minimierung für Patient:innen mit Krebserkrankungen zu implementieren, soll mit Hilfe eines landesweiten Registers in Schleswig-Holstein die Frage beantwortet werden, wie sich die SARS-CoV-2 Pandemie auf diese Risikogruppe in Bezug auf die Therapie auswirkt.

 

Antragstellerin: Dr. Maike Schnoor, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Insitut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Lübeck