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HAP Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP SÜP

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Wie hängen der Zuckerhaushalt und der Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammen?

Titel der Studie: COVIDOM-Energy

Was wird untersucht? 

Patient:innen mit einem gestörten Zuckerhaushalt sind besonders gefährdet, einen schweren COVID-19-Verlauf bis hin zum Tod zu entwickeln. In der Studie COVIDOM-Energy soll bei COVID-19-Patient:innen mit und ohne Diabetes untersucht werden, wie sich das – auch bei Nicht-Diabetikern – relativ breite Spektrum des Zuckerhaushalts mit seinen zahlreichen Regelkreisen auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 auswirkt. Hierbei werden sowohl der akute Verlauf der COVID-19-Erkrankung als auch Long-COVID untersucht.

Antragsteller: Prof. Dr. Stefan Schreiber, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei COVID-19?

Welche Rolle spielen frühere oder gleichzeitige Infektionen mit Rhinoviren bei COVID-19?

Titel der Studie: What is the role of previous or concurrent infections with rhinoviruses in COVID-19?

Was wird untersucht? 

Die stark unterschiedlichen Krankheitsverläufe bei COVID-19 könnten auch auf frühere oder gleichzeitig ablaufende Atemwegserkrankungen zurückgehen. Rhinoviren sind hauptverantwortlich für Schnupfen und Erkältungen und kommen in drei Arten (A, B und C) mit insgesamt über 100 Varianten (sog. Serotypen) vor. Es gibt Hinweise darauf, dass eine gleichzeitige Infektion mit bestimmten Rhinoviren die Vermehrung des COVID-19-Erregers SARS-CoV-2 in den Deckzellen der Atemwege blockieren kann. In der Studie COVIDOM-RV wird durch die parallele Messung der Antikörper gegen über 130 verschiedene Rhinovirus-Proteine und Bruchstücke davon untersucht, welche früheren und aktuellen Rhinovirus-Infektionen sich bei COVID-19-Patienten nachweisen lassen und ob die daraus ablesbaren Infektionsgeschichten mit dem Krankheitsverlauf von COVID-19 zusammenhängen.

Antragsteller: Prof. Dr. Stefan Schreiber, Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

 

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Epidemiologie und Public Health HAP Mai 2021 SÜP

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Titel der Studie: Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression.

Was wird untersucht? 

Schwere Verläufe von COVID-19 sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, dabei spielen soziale Aspekte wie Einkommen, Bildung, oder Erwerbstätigkeit eine wichtige Rolle. In dieser Studie untersuchen wir, durch welche vorher bestehende soziale Charakteristiken der Krankheitsverlauf vorhergesagt werden kann. Neben Bildung und Erwerbstätigkeit ist zum Beispiel eine zu späte Inanspruchnahme des Gesundheitssystems bei COVID-19-Erkrankungen ein wichtiger Faktor, da eine verspätete Krankenhausaufnahme das Risiko zu versterben erhöht. Bisher gibt es jedoch nur wenig Forschung in diesem Gebiet, weshalb wir ein umfassendes Bild zu sozialen Aspekten und ihrem Einfluss auf den COVID-19-Akutverlauf bekommen möchten. Hierfür untersuchen wir auch mögliche Erklärungen und zugrundeliegende biologische Mechanismen. Mit diesem Projekt können wir einen möglichen Ansatzpunkt für Public Health-Maßnahmen bieten, um Risikogruppen besser zu schützen und Therapiemaßnahmen gezielter anzuwenden.

Antragsteller: Dr. Hanno Hoven, Institut für Medizinische Soziologie, Centre for Health and Society, Universiätsklinikum Düsseldorf

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HAP Mai 2021 Pneumologie POP

Einzellanalyse und Long COVID Vorhersagesoftware

Einzellanalyse und Long COVID Vorhersagesoftware

Titel der Studie: Single Cell Sequencing Interpreter and long COVID Predictor Tool (SILVer)

Was wird untersucht? 

Aus der Corona-Pandemie ist eine vorab nicht vorhersehbare Dimension an Patienten mit anhaltenden Symptomen hervor gegangen (Long COVID). Die Symptomantik ist nicht auf einzelne Organgruppen beschränkt und kann die Lunge, das Herz-/ Kreislaufsystem aber auch Nieren und das Nervensystem beeinträchtigen. Erste Hinweise existieren, die eine bestehende chronische Lungenerkrankung (z.B. Asthma) als Risikofaktor für Long COVID nahelegen. Allerdings sind die genauen Mechanismen sowie sich daraus ableitende Interventionsmassnahmen nicht ausreichend untersucht. Die Atemwegsschleimhaut stellt nicht nur eine Barrierefunktion dar, sondern spiegelt auch das zelluläre, immunologische Milieu der Atemwege wider. Unser Forschungsansatz bedient sich dieser Situation um in Patienten, die eine Corona-Infektion durchlebt haben, Änderungen der Schleimhautzusammensetzung zu identifizieren. Hierzu kommen hochauflösende Einzellzellanalysen (inkl. künstlicher Intelligenz) zum Einsatz, deren Signaturen als Vorhersagegrundlage für die Schwere der Corona-Langzeitverläufe dienen wird.

Antragsteller: 

Dr. rer. nat. Markus Weckmann Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätskinderklinik Lübeck

Fachbereich: HAP, Mai 2021, Pneumologie, POP

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Mai 2021 Neurologie POP

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen

Lebensqualität nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder
Fieber bereits abgeklungen sind, leiden einige Patient:innen auch noch Monate nach der
Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive
Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme.
Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen
einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste
dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRTDaten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns
mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven
Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der
Patient:innen eine Rolle.

Antragsteller: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: Mai 2021, Neurologie, POP

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Mai 2021 POP Psychische Gesundheit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Auswirkungen der psychischen Folgen einer COVID-19 Erkrankung auf individuelle Behandlungsweise sowie spätere Arbeitsfähigkeit

Titel der Studie: Impact of psychological consequences of COVID-19 disease on individual treatment and outcome parameters and subsequent work ability

Was wird untersucht? 

Um die Folgen einer Covid-19 Erkrankung optimal behandeln und vorbeugen zu können, ist eine präzise Beschreibung des psychischen und körperlichen Zustandes von Covid-19 Patienten erforderlich. In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, wie sich eine COVID-19 Erkrankung auf die psychische und körperliche Gesundheit bei verschiedenen Personengruppen niederschlägt. In einem ersten Schritt wird erfasst wie häufig bestimmte psychische Zustände (z.B. Angst, Depression) in der Gesamtgruppe der Covid-19 Patienten auftreten. In einem zweiten Schritt untersuchen wir, ob sich diese Häufigkeit in Abhängigkeit von sozialer Unterstützung, Alter, Geschlecht und anderen demographischen Variablen unterscheidet. In einem dritten Schritt wird erfasst, ob und wie psychischer Zustände mit der Schwere der Erkrankung (stationär vs. nicht stationärer Aufenthalt; Lungenfunktion) und der Arbeitsfähigkeit nach Abklingen der Erkrankung in Verbindung stehen.

Antragstellerin: Prof. Dr. Grit Hein, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg

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HAP Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: The course of health-related quality of life in COVID-19 patients in Intersectoral Platform SÜP and Highresolution Platform (HAP)

Was wird untersucht? 

Bisher konnte gezeigt werden, dass sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der
Allgemeinbevölkerung während der Coronapandemie verringerte. Vor allem im Bereich Ängstlichkeit und Depressivität sowie Schmerz und Unwohlsein wurden verstärkt Probleme berichtet.
Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, berichteten eine geringere Lebensqualität je stärker
ihre Symptome waren. 67% von COVID-19 Patient:innen, die eine Behandlung auf der Intensivstation
überlebten, gaben auch ein halbes Jahr nach der Erkrankung eine geringe Lebensqualität an. Neben
Schmerz/Unwohlsein und Ängstlichkeit/Depressivität wurden besonders Probleme mit der Mobilität
berichtet.
In dieser Studie möchten wir den Verlauf der Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen, während und
nach der akuten Erkrankung, untersuchen. Wir möchten zudem untersuchen, welche Personen- und
Krankheitsmerkmale mit der berichteten Lebensqualität zusammenhängen

Antragstellerin: Nora Hettich, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlauf

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlaufs

Titel der Studie: Pre-existing mental illness associated with COVID-19
Disease progression

Was wird untersucht? 

Bisher ist unklar, wie viele Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, zuvor an einer psychischen
Störung erkrankt waren. Es gibt aber Hinweise darauf, dass nicht nur somatische, sondern auch
psychische Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen mit einer COVID-19 Erkrankung im
Krankenhaus behandelt werden zu müssen und auch daran zu versterben.
Weil bisher vor allem soziodemographische und somatische Risikofaktoren betrachtet wurden, soll in
dieser Studie untersucht werden, welcher Zusammenhang zwischen psychischen Vorerkrankungen und
dem Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung besteht..

Antragstellerin: Nora Hettich,  Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Pneumologie POP

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Titel der Studie: Pulmonary Functional Residuals and Small Airway Dysfunction after SARS-CoV-2 Infections with Different Severity Levels

Was wird untersucht? 

Das Coronavirus vermehrt sich nach der Infektion zunächst in den oberen und unteren Atemwegen. Husten, Luftnot und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit gehören zu den häufigsten Symptomen in der akuten Erkrankungsphase. Einige Patienten klagen auch viele Monate nach der Infektion noch über Luftnot und verminderte Belastbarkeit. Mit den gängigen Untersuchungsmethoden der Lungenfunktion lassen sich oft nur geringe oder gar keine Veränderungen nachweisen. Bei den Patienten in der populationsbasierten Kohortenplattform wurde neben den gängigen Lungenfunktionsuntersuchungen auch neuere Techniken angewendet, mit denen man die Funktion der kleinen Atemwege und die Atemwegsentzündung messen kann. Eines der Ziele dieser Auswertung ist es, die Lungenfunktionstechnik herauszufinden, mit der man die von den Patienten beschriebene Symptomatik am besten messen und quantifizieren kann.

Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Bahmer, UKSH Kiel, Innere Medizin I

Fachbereich: Mai 2021, Pneumologie, POP

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: COVIDOM-Metamicrobiome

Was wird untersucht? 

Ein hoher Prozentsatz von Covid-19-Patienten leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patienten zeigte, dass die sich deren Stoffwechselmuster stark unterschieden. Es ist auch bekannt, dass COVID-19 das Darmmikrobiom stört. Die Studie COVIDOM-Metamikrobiom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in Stoffwechselwerten und im Darmmikrobiom, die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von COVID-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long COVID.

Antragsteller: Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Institut für Klinische MolekularbiologieChristian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein