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April 2022 Immunologie und Autoimmunität POP

Welche anti-GCPR-Autoantikörper weisen auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: Which GPCR autoantibodies are indicative for a complicated long-term outcome of COVID-19?

Welche anti-GCPR-Autoantikörper weisen auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Was wird untersucht?

Ein hoher Prozentsatz von Covid-19-Patient:innen leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long-COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patient:innen zeigte, dass bestimmte Autoantikörper nicht nur Botenstoffe, sondern auch körpereigene Strukturen binden und dadurch zu Entzündung und Blutgerinnung beitragen können. In der Studie COVIDOM-GPCR geht es um die Identifizierung von Autoantikörpern gegen sogenannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR), welche eine Rolle bei der Entstehung von Post-COVID-Symptomen spielen könnten. Dadurch erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long-COVID.

Antragsteller: Dr. Florian Tran, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für klinische Molekularbiologie, Kiel

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April 2022 Immunologie und Autoimmunität POP

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: Which biomarkers from blood cells are indicative for a complicated long-term outcome of COVID-19?

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin? (V2)

Was wird untersucht?

Ein hoher Prozentsatz von COVID-19-Patient:innen leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long-COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patient:innen zeigte, dass bestimmte Blutzellen und deren Produkte für den Verlauf der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Die Studie COVIDOM-Transkriptom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in den Ribonukleinsäure-Mustern von Blutzellen und Blutzell-Fragmente (Exosomen), die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von COVID-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long-COVID. Im Fokus stehen vor allem die gestörte Blutgerinnung und Antikörper-vermittelte Immunität.

Antragsteller: Prof. Philip Rosenstiel, Universitätsklinikum Schleswig-Hollstein, Insitiut für klinische Molekularbiologie, Kiel

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Epidemiologie und Public Health Immunologie und Autoimmunität Mai 2022 POP

Häufigkeit und Beschreibung des Chronischen Fatigue Syndroms in der bevölkerungsbasierten Berliner Subkohorte der NAPKON-POP (COVIDOM)-Studie

Titel der Studie: Occurence and characterization of theChronic Fatigue Syndrome in the Berlin subcohort of the
population-based NAPKON-POP (COVIDOM) study

Häufigkeit und Beschreibung des Chronischen Fatigue Syndroms in der bevölkerungsbasierten Berliner Subkohorte der NAPKON-POP (COVIDOM)-Studie

Was wird untersucht?

Etwa 10% aller SARS-CoV-2-Infizierten leiden noch länger als drei Monate nach der Infektion unter anhaltenden Symptomen im Sinne eines Post-Covid-Syndroms. Ein Teil dieser Patient:innen erfüllt die klinischen Diagnosekriterien für ein Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Bisher fehlen validierte Daten zur Häufigkeit und Risikofaktoren für ME/CFS nach COVID-19 Infektion. Für die Berliner Covidom/NAPKON-POP-Kohorte (n=302) stehen detaillierte Daten zu Symptomen, Laborwerten, neurologischen, pneumologischen und kardiologischen Untersuchungen zur Verfügung. Studienteilnehmer:innen mit Verdacht auf Fatigue (ScreeningFragebogen) wurde eine weiterführende Diagnostik im Fatigue-Centrum der CharitéUniversitätsmedizin Berlin angeboten, und es wurden weitere Fatiguebezogene Daten erhoben. Dies ermöglicht neben der Abschätzung der Häufigkeit von ME/CFS in der Kohorte den Vergleich von ME/CFS-Erkrankten sowohl mit Personen mit nur leichten Symptomen sowie mit vollständig genesenen Studienteilnehmer:innen.

Antragsstellerin: Dr. Lilian Krist, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Berlin

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Immunologie und Autoimmunität März 2022 SÜP

Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Speichel

Titel der Studie: Antibodies against SARS-CoV-2 in the saliva

Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Speichel

Was wird untersucht?

Die Infektion mit SARS-CoV-2 findet in der Regel im Nasen-Rachenraum statt. Die Infektion mit diesem Virus kann durch Antikörper auf den Schleimhäuten verhindert werden. Antikörper kann man in verschiedene Unterklassen einteilen und die Antikörper können die Virusinfektion und die Vermehrung dieser Viren auf unterschiedliche Weisen verhindern. In diesem Projekt möchten wir die Antikörper im Speichel analysieren, die dort nach Infektion oder Impfung zu finden sind. Dabei wollen wir untersuchen, zu welchen Subklassen diese Antikörper gehören, wie lange sie im Speichel bleiben und wie sie durch Auffrischimpfungen beeinflusst werden.

Antragssteller: Prof. Edgar Meinl, LMU München, Institut für Klinische Neuroimmunologie, München

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HAP Immunologie und Autoimmunität Infektiologie Oktober 2021 Pädiatrie SÜP

COVID-19 und Zytokin-Sturm-Syndromen: Was lernen wir für die Behandlung bei schweren Verläufen mit überschießender Immunreaktion?

Titel der Studie: COVID-19 and cytokine storm syndromes: what do we learn for treatment in severe courses with exaggerated immune response?

COVID-19 und Zytokin-Sturm-Syndromen: Was lernen wir für die Behandlung bei schweren Verläufen mit überschießender Immunreaktion?

Was wird untersucht?

Schwere Krankheitsverläufe bei COVID-19 können mit ausgedehnten Entzündungen im Körper einhergehen – darin ähnelt die Krankheit den „Zytokin-Sturm-Syndromen“. Bei diesem produziert das Immunsystem zu viele Entzündungssignale, mit teilweise fatalen Folgen. Daraus lassen sich Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten ableiten: Bei immunsuppressiven Arzneimitteln wird die körpereigene Reaktion des Immunsystems unterdrückt – was dann wichtig wird, wenn das Immunsystem zu viele Entzündungssignale sendet, wie bei Zytokin-Sturm-Syndromen. Unser Schwerpunkt sind Autoinflammationserkrankungen (Anm. d. Red.: Entzündungsreaktion – scheinbar ohne äußeren Auslöser) mit überschießender Immunreaktion. Wir konnten durch den Einsatz von Biomarkern im Blut zeigen, dass sich die Entzündung bei COVID-19 von Zytokin-Sturm-Syndromen bei Autoinflammation unterscheidet – Die Blockade einiger Immunprozesse, die bei Zytokin-Sturm-Syndromen einsetzt wird, müsste bei COVID-19-Patienten also angepasst werden. Wir haben aber noch keine Patient:innenverläufe unter der Behandlung mit Zytokin-Blockade analysiert, was Gegenstand des neuen Projektes sein wird. Außerdem wollen wir Erwachsene und Kinder mit schweren COVID-19 Verläufen vergleichen, um Unterschiede in Zytokin-Antworten und damit auch neue Therapiemöglichkeiten zu erfassen.

Antragsteller: Prof. Dr. Dirk Föll, Universitätsklinikum Münster, Klinik für Pädiatrische Rheumatologie und Immunologie, Münster

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Immunologie und Autoimmunität Infektiologie Juli 2021 SÜP

Epigenetische Programmierung von Immunzellen bei COVID-19

Umprogrammierung von Immunzellen bei COVID-19

Titel der Studie: Epigenetic programming of immune cells in COVID-19

Was wird untersucht? 

Die durch das Coronavirus SARS-CoV2 verursachte Erkrankung COVID-19 führt bei einem teil der Patient:innen zu schwereren Verläufen und kann Langzeitfolgen für die Gesundheit haben. Bei COVID-19 kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen der Abwehrzellen, die zu langanhaltenden Entzündungsvorgängen und Störung der Funktion des Immunsystems führen. Diese Veränderungen können den Verlauf der Erkrankung und die möglichen Langzeitfolgen beeinflussen. Wir untersuchen, wie es zu diesen Veränderungen der Immunzellen kommt und ob diese mit länger andauernder Beeinträchtigung der Gesundheit nach überstandener SARS-CoV2- Infektion beitragen.

Antragstellerin: Prof. Dr. med. Anne Krug, Ludwig-Maximilians-Universität München

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HAP Immunologie und Autoimmunität Juni 2021 SÜP

Untersuchung von Autoimmunität im Kontext des Long COVID-19

Untersuchung von Autoimmunität im Kontext des Long COVID-19

Titel der Studie: Investigation of serum autoimmunity in the context of Long COVID-19

Was wird untersucht? 

Seit dem Ausbruch der COVID-19 Erkrankung wird eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus immer wieder mit Autoimmunität, einer Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe, in Zusammenhang gebracht. Wir möchten erforschen, ob eine Infektion mit dem Virus eine solche Immunreaktion hervorruft oder ob sie schon vorhandene, aber noch nicht entdeckte Immunreaktionen zum Aufblühen bringt. Solche Immunreaktionen brauchen einige Zeit, um sich aufzubauen. Darum wollen wir Blutproben von Patient:innen, welche an Spätfolgen der Krankheit, dem sogenannten „Long COVID“ leiden, untersuchen. Unsere Hypothese ist es, dass diese Spätfolgen durch Autoimmunität hervorgerufen werden könnten.

Antragstellerin: Dr. Anne Eugster, CRTD TU Dresden