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April 2022 HAP HNO SÜP

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Titel der Studie: Investigation of smell and taste disorders in patients with COVID-19
illness

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Was wird untersucht?

Als Leitsymptom der COVID-19 Erkrankung wurden schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Pandemie häufig Riech- und Geschmackstörungen beobachtet. Veränderungen des Riech- und Schmeckvermögens sind auch von anderen Viruserkrankungen bekannt und wurden bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen als dauerhaft beschrieben. Störungen des Riech- und Geschmacksinns haben eine große Bedeutung insbesondere als Sinnesorgan mit Warnfunktion z.B. bei verdorbener Nahrung oder Rauchwahrnehmung aber auch die psychische Gesundheit kann bei dauerhaften Veränderungen dieser Sinnesfunktionen stark beeinträchtigt werden. Ziel dieser Studie ist unteranderem das Ausmaß, die Bedeutung, strukturelle organische Veränderungen und mögliche Zusammenhänge von Riech- und Geschmackstörungen bei COVID-19 Erkrankten mit anderen Grunderkrankungen und der Schwergrad der COVID-19 Erkrankung zu untersuchen. Es werden sowohl Informationen der Studienteilnehmer:innen zum Erkrankungsverlauf, Grunderkrankungen, Riech- und Geschmacksuntersuchungen als auch Bildgebende Untersuchungen des Kopfes ausgewertet.

Antragstellerin: Dr. Annett Pudszuhn, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Berlin

Fachbereich: April 2022, HAP, HNO, SÜP

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Epidemiologie und Public Health HNO Juni 2021 Kardiologie Neurologie Pneumologie POP Psychische Gesundheit

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Titel der Studie: Fatigue after SARS-CoV-2 infection: what leads to it, what accompanies it?

Was wird untersucht? 

Fatigue beschreibt eine „signifikante Müdigkeit, erschöpfte Kraftreserven oder erhöhtes Ruhebedürfnis, unverhältnismäßig zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen“. Dieses Symptom stellt nach aktuellem Wissen das mit Abstand häufigste anhaltende Symptom nach abgelaufener SARS-CoV-2 Infektion und COVID-19 Erkrankung dar (Post-COVID-Fatigue). Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen diesem Symptom und möglichen Auslösern, in dem Daten aus der Zeit vor der Infektion, Ablauf der akuten Infektion und aktuell erhobene Blutparameter in die Analysen aufgenommen werden. Weiter wird untersucht, mit welchen weiteren –parallel bestehenden- Problemen Fatigue gehäuft einhergeht. Die Studie kann Hinweise für die frühzeitige Definition von Risikopersonen für Post-COVID-Fatigue liefern und damit eine effektive Impfpriorisierung unterstützen. Weiter können die Ergebnisse zur Entwicklung von Therapiestrategien gegen Post-COVID-Fatigue verwendet werden.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Walter Maetzler, FOSA Neurologie, UKSH Kiel

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Allgemeinmedizin HNO Juni 2021 Neurologie POP

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Titel der Studie: Chemosensation and dependent quality of life in long-COVID

Was wird untersucht? 

Es werden die Auswirkungen der neuartigen COVID-19 Erkrankung auf die chemosensorischen Funktionen Riechen, Schmecken und trigeminales System, die mindestens 6 Monaten nach Positivtestung auf das SARS-CoV-II noch vorhanden sind, analysiert. Die Untersuchung erfolgt durch eine subjektive Geruchs- und Geschmackstestung sowie einer Testung des Nervus trigeminus und zeigt mögliche verbliebene chemosensorische Fehlfunktionen auf.
Um sichtbare Veränderungen der Riechregion, also am Ort der Geruchswahrnehmung in der Nase, sowie den Geschmackspapillen der Zunge zu untersuchen, wird eine endoskopische Untersuchung der Nasenhaupt und Mundhöhle durchgeführt. Zudem werden durch eine gezielte Anamnese Vorerkrankungen erfragt, die einen Einfluss auf die Riech- und
Schmeckfunktion haben können.
Mittels Fragebögen zur Lebensqualität ergeben sich Rückschlüsse, wie sich eine verbliebene Störung der Chemosensorik nach einer COVID-19-Erkrankung auf diese auswirkt.

Insbesondere werden folgende Fragestellungen bearbeitet:
– Bestehen als Langzeitfolgen einer SARS-CoV-II-Infektion Störungen des Geruchs- und
Geschmackssinnes und treten diese abhängig oder unabhängig voneinander auf?
– Wie verteilen sich diese Störungen in der untersuchten Gruppe?
– Gibt es zeitabhängige Unterschiede in den Geruchs- und Geschmacksleistungen?
– Besteht ein Zusammenhang zwischen chemosensorischen Störungen und Schwere der
Erkrankung?
– Treten Störungen des trigeminalen Systems auf und sind diese abhängig von Geruchs- und
Geschmacksstörungen?
– Werden Störungen der Chemosensorik von den Betroffenen wahrgenommen?
– Welche Auswirkungen haben die detektierten Störungen auf die Lebensqualität der Betroffenen

Antragsteller:innen: Prof. Dr. Martin Laudien, CAU zu Kiel, UKSH Campus Kiel, Klinik für HNO-Heilkunde,
Kopf- und Halschirurgie