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HAP Intensivmedizin Januar 2022 POP SÜP

Einfluss genetischer Varianten auf Erkrankungsschwere und Verlauf bei COVID-19

Titel der Studie: impact of genetic variants on severity and course of COVID-19

Einfluss genetischer Varianten auf Erkrankungsschwere und Verlauf bei COVID-19

Was wird untersucht?

Die COVID-19-Erkrankung zeigt bei vielen Menschen einen auffällig unterschiedlichen Krankheitsverlauf. Dieses Phänomen ist nur teilweise durch Alter oder Vorerkrankungen zu erklären. Daher liegt die Vermutung nahe, dass auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Bei vielen Menschen finden sich kleine Veränderungen der Gene. Diese genetischen Varianten könnten dafür verantwortlich sein, dass Patientinnen und Patienten mit COVID-19 diese Erkrankung mehr oder weniger gut tolerieren. Durch modernste Genanalysen können wir aus sehr geringen Mengen Ihres gespendeten Blutes oder anderer biologischer Proben diese genetischen Varianten untersuchen und mit Ihrem Krankheitsverlauf in Verbindung bringen. Wir erhoffen uns davon, dass wir neben Alter und Vorerkrankungen noch weitere Risikofaktoren für schwere Krankheitsverläufe finden und somit in Zukunft Risikopatienten frühzeitig erkennen können. Bei den geplanten Analysen werden wir Ihre Proben nur auf einzelne genetische Varianten untersuchen, die in Zusammenhang mit schwerem Lungenversagen und Blutgerinnselbildung stehen. Darüber hinaus erfolgt keine genetische Diagnostik zur Vorhersage zukünftig auftretender Erkrankungen.

Antragsteller: Prof. Simon Thomas Schäfer, LMU Klinikum München, Klinik für Anästhesiologie, München

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Dezember 2021 HAP Immunologie und Autoimmunität Intensivmedizin

Phänotypische Charakterisierung und metabolische Analysen von Immunzellen im Verlauf einer COVID-19 Infektion

Titel der Studie: phenotypic characterization and metabolic analysis of immune cells during a Covid-19 infection

Phänotypische Charakterisierung und metabolische Analysen von Immunzellen im Verlauf einer COVID-19 Infektion

Was wird untersucht?

Schwere Verläufe sytemischer Infektionen, wie beispielsweise der bakteriellen Sepsis, sind regelhaft mit einer Beeinträchtigung der angeborenen sowie adaptiven Immunantwort assoziiert. Während ein metabolisches „Reprogramming“ von Immunzellen für bakterielle Bestandteile nachgewiesen werden konnte, sind die Effekte viraler Pathogenitätsfaktoren auf den Immunzellmetabolismus bisher kaum untersucht. Insbesondere die Vermeidung einer Immunparalyse, der Erhalt der Homöostase der Energiegewinnung und eine suffiziente Immunzelldifferenzierung und –funktion sind relevant für das Outcome vieler pathogen assoziierter Erkrankungen. Zahlreiche Faktoren beeinflussen über s.g. pathogen-assoziierte molekulare Muster (PAMPs) den Energiestoffwechsel von Immunzellen. Entsprechende Toll-like Rezeptoren (TLR) konnten auf zahlreichen Immunzellen einschließlich dendritischer Zellen, Makrophagen/Monozyten sowie T-Zellen nachgewiesen werden. Ziel dieses Vorhabens ist eine Phänotypisierung und Analyse der Immunzellfunktion auch und insbesondere im Hinblick auf metabolische Veränderungen im Rahmen einer SARS-CoV-2 Infektion bei verschiedenen Schweregraden und zu verschiedenen Zeitpunkten der Erkrankung. Weiterhin sollen mittels Single-Zell-Analyse Verfahren potentielle therapeutische Angriffspunkte identifiziert werden.

Antragstellerin: Dr. Kerstin Hoppe, Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Würzburg

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Epidemiologie und Public Health HAP Juli 2022 POP SÜP

Untersuchung von Datenqualität in klinisch epidemiologischen Studien

Titel der Studie: Evaluation of data quality in clinical epidemiological studies

Untersuchung von Datenqualität in klinisch epidemiologischen Studien

Was wird untersucht?

Die Datenqualität spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, gültige Antworten auf klinisch-epidemiologische Forschungsfragen zu geben.  Bislang gibt es nur wenige Regelwerke zur Datenqualität, die sich auf Kohortenstudien konzentrieren. Empirische Studien zur Wirksamkeit und Effizienz verschiedener Qualitätssicherungsmaßnahmen mit dem Ziel der Verbesserung der Datenqualität werden in epidemiologischen Studien noch selten umgesetzt und durchgeführt. Insbesondere wurde das tatsächliche Ausmaß der Datenqualitätsverbesserung als Effekt definierter Maßnahmen und Instrumente anhand von Datenqualitätsindikatoren überprüft. Darüber hinaus fehlen Untersuchungen inwieweit die Verbesserungen durch solche Maßnahmen den Aufwand für ihre Umsetzung rechtfertigen. Weiterhin ist unklar, wie sich solche Datenqualitätsmaßnahmen und die Datenqualität selbst auf Schlussfolgerungen aus spezifischen Anwendungen statistischer epidemiologischer Methoden auswirken. Ziel dieser Arbeit ist eine vergleichende Bewertung aktueller Datenqualitätskonzepte und Maßnahmen für klinisch-epidemiologische Längsschnittstudien mit NAPKON als Anwendungsfall. Untersucht werden die Charakteristika der implementierten Datenqualitätsmaßnahmen und die Auswirkungen auf die Datenqualität und deren Indikatoren, die Anwendbarkeit statistischer Analysemodelle und deren Validität.

Antragstellerin: Olga Miljukov, Universitätsklinikum Würzburg

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HAP März 2022 Pneumologie

Charakterisierung der molekularen Signatur von COVID-19 Patient:innen unter immunmodulatorischer Therapie mit Dexamethason oder Baricitinib

Titel der Studie: Molecular Phenotypes of COVID-19 Patients undergoing immunomodulatory treatment with Dexamethasone or Baricitinib

Charakterisierung der molekularen Signatur von COVID-19 Patient:innen unter immunmodulatorischer Therapie mit Dexamethason oder Baricitinib

Was wird untersucht?

In der ersten Welle der COVID-19 Pandemie standen keine COVID-19 spezifischen Therapieoptionen zur Verfügung. Proben Therapie-naiver Patient:innen wurden im Rahmen der Pa-COVID-19-Studie mittels verschiedener Analysemethoden (Einzelzellanalyse, Massenzytometrie) untersucht. Dabei zeigten sich je nach Krankheitsschwere und -verlauf spezifische molekulare Signaturen. Die Behandlung von COVID-19 mit Dexamethason zeigt bei sauerstoffpflichtigen Patient:innen einen Überlebensvorteil. Baricitinib scheint die Notwendigkeit zur invasiven Beatmung und Sterblichkeit zu reduzieren. Beide Wirkstoffe werden aktuell in der stationären Therapie empfohlen. Die Wirkmechanismen bei COVID-19, insbesondere von Dexamethason, sind wenig erforscht. Ziel des Projektes ist den klinisch relevanten Effekt der Behandlung auf molekularer Ebene zu verstehen. Mit diesen Daten könnten sich neue Therapieansätze ergeben und Patient:innen mit Risiko für Nichtansprechen auf eine Therapie frühzeitig identifiziert werden.

Antragsteller: PD Dr. Florian Kurth, Charité-Universitätsmedizin, Medizinische Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Berlin

Fachbereich: HAP, März 2022, Pneumologie

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HAP März 2022 Radiologie

Analyse bildgebender Biomarker mittels Kardio-MRT während der Genesungsphase einer COVID-19 Erkrankung anhand multizentrischer standardisierter Daten

Titel der Studie: Analysis of myocardial cardiac MR imaging biomarkers
during COVID-19 infection recovery based on standardized multi-institutional datasets

Analyse bildgebender Biomarker mittels Kardio-MRT während der Genesungsphase einer COVID-19 Erkrankung anhand multizentrischer standardisierter Daten

Was wird untersucht?

Eine Myokardschädigung im Sinne einer Erhöhung der Troponin-T-Werte lässt sich im Rahmen
einer COVID-19-Infektion bei bis zu einem Drittel der hospitalisierten COVID-19-Patient:innen
nachweisen und ist mit schwerwiegenderen Krankheitsverläufen assoziiert. Aktuelle Daten legen
nahe, dass auch asymptomatische bis milde COVID-19-Verläufe mit Myokardschädigungen
assoziiert sind und entsprechend zu chronischen Schädigungen des Herzmuskels führen können,
so dass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Kardiale Folgen der COVID-19-Infektion,
darunter insbesondere eine systematische Verlaufsbeurteilung der kardialen Beteiligung in der
Genesungsphase, sind bislang nur unzureichend wissenschaftlich erfasst. In diesem Kontext
planen wir eine umfassende Evaluation dieser Patient:innen mittels kardialer MRT-Bildgebung als
Goldstandard zur Diagnosestellung und Prognoseabschätzungen von Herzmuskelentzündungen. Da einige Parameter der Kardio-MRT-Bildgebung jedoch abhängig von standortspezifischen Variablen wie dem genutzten MRT-System, der Feldstärke und Aufnahmetechnik sind, ist eine Vergleichbarkeit der Patient:innendaten je nach Fragestellung eingeschränkt. Ziel dieses Projektes ist es, eine Standardisierung der Kardio-MRT-Daten der COVID-19 Patient:innen über verschiedene Standorte hinweg zu evaluieren und eine
Vergleichbarkeit der Daten hinsichtlich COVID-19-assoziierter Herzmuskelentzündungen zu ermöglichen. Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung des kardialen Verlaufs bei COVID-19-Patient:innen leisten.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Clemens Cyran, LMU Klinikum, Klinik und Polyklinik für Radiologie, München

Fachbereich: HAP, März 2022, Radiologie

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HAP Mai 2022 Radiologie

Evaluation bildgebender Biomarker mittels Kardio-MRT während der Genesungsphase einer COVID-19-Infektion in einer multizentrischen normalisierten Kohorte

Titel der Studie: Analysis of myocardial cardiac MR imaging biomarkers during COVID-19 infection recovery based on standardized multi-institutional datasets

Evaluation bildgebender Biomarker mittels Kardio-MRT während der Genesungsphase einer COVID-19-Infektion in einer multizentrischen normalisierten Kohorte

Was wird untersucht?

Eine Myokardschädigung im Sinne einer Erhöhung der Troponin-T-Werte lässt sich im Rahmen einer COVID-19-Infektion bei bis zu einem Drittel der hospitalisierten COVID-19-Patient:innen nachweisen und ist mit schwerwiegenderen Krankheitsverläufen assoziiert. Aktuelle Daten legen nahe, dass auch asymptomatische bis milde COVID-19-Verläufe mit Myokardschädigungen assoziiert sind und entsprechend zu chronischen Schädigungen des Herzmuskels führen können, so dass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Kardiale Folgen der COVID-19-Infektion, darunter insbesondere eine systematische Verlaufsbeurteilung der kardialen Beteiligung in der Genesungsphase, sind bislang nur unzureichend wissenschaftlich erfasst. In diesem Kontext planen wir eine umfassende Evaluation dieser Patient:innen mittels kardialer MRT-Bildgebung als Goldstandard zur Diagnosestellung und Prognoseabschätzungen von Herzmuskelentzündungen. Da einige Parameter der Kardio-MRT-Bildgebung jedoch abhängig von standortspezifischen Variablen wie dem genutzten MRT-System, der Feldstärke und Aufnahmetechnik sind, ist eine Vergleichbarkeit der Patient:innendaten je nach Fragestellungeing eschränkt. Ziel dieses Projektes ist es, eine Standardisierung der Kardio-MRT-Daten der COVID-19 Patient:innen über verschiedene Standorte hinweg zu evaluieren und eine Vergleichbarkeit der Daten hinsichtlich COVID-19-assoziierter Herzmuskelentzündungen zu ermöglichen. Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung des kardialen Verlaufs bei COVID-19-Patient:innen leisten.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Clemens Cyran, LMU Klinikum, Klinik und Polyklinik für Radiologie, München

Fachbereich: HAP, Mai 2022, Radiologie

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April 2022 HAP Infektiologie

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Titel der Studie: clinical prognostic scores

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Was wird untersucht?

Um eine bestmögliche Versorgung und eine bestmögliche Nutzung von medizinischen Kapazitäten bei der Behandlung von Patient:innen mit COVID-19 zu gewährleisten, sind Methoden zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs von entscheidender Bedeutung. Bei Patient:innen z.B. mit Lungenentzündung oder Sepsis existieren bereits solche Methoden, die anhand von in wenigen Minuten zu ermittelnden Punkteskalen eine gute Einschätzung des zu erwartenden Verlaufs und der Krankheitsschwere erlauben. Analog hierzu soll auch für COVID-19 eine ähnliche Punkteskala entwickelt werden, die u.a. auch eine frühzeitige und sichere Entscheidung zur Aufnahme von Patient:innen in das Krankenhaus oder auf die Intensivstation erlaubt. Andererseits sollen anhand von einfach zu ermittelnden Werten ebenfalls Patient:innen identifiziert werden, bei denen höchstwahrscheinlich keine schwere Erkrankung zu erwarten ist, und die gegebenenfalls auch ohne großes Risiko ambulant behandelt werden können.

Antragsteller: PD Dr. Thomas Zoller, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Berlin

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Epidemiologie und Public Health HAP Juni 2022 POP SÜP

Konsistenz in den GECCO-Items der NAPKON-Kohorten

Titel der Studie: Consistency in the GECCO items of the NAPKON-cohorts

Konsistenz in den GECCO-Items der NAPKON-Kohorten

Was wird untersucht?

Die drei NAPKON-Kohorten erheben sektorenübergreifend soziodemografische und klinische Daten von COVID-19 Patient:innen aus unterschiedlichen Zielpopulationen. Die Daten werden innerhalb des Akutverlaufs und longitudinal bis zu zwölf Monate nach der Erstdiagnose erfasst. Um den COVID-19-Forscher:innen einen einheitlichen Datensatz zu bieten, der internationale Terminologien und interoperable Gesundheits-IT-Standards verwendet, wurde außerdem das Konzept des German Corona Consensus Dataset (GECCO) eingeführt. Dabei wurde darauf geachtet, dass der German Corona Consensus Datensatz (GECCO) aus allen drei Kohorten als gemeinsamer Datensatz exportiert werden kann. Im Rahmen dieses Exports müssen die Datenelemente der einzelnen Kohorten auf die GECCO-Datenelemente abgebildet werden. Diese sind 13 sogenannten Konzepten zugeordnet, die die 83 Datenelemente inhaltlich zusammenfassen, z.B. Anamnese oder Risikofaktoren. Während sich die datenelementbasierte Qualitätskontrolle üblicherweise auf Vollständigkeit oder die Einhaltung bestimmter Grenzwerte fokussiert, wollen wir in diesem Projekt die Konsistenz, d.h., die Widerspruchsfreiheit zwischen verschiedenen Datenelementen im Datensatz überprüfen: Ein Beispiel ist die Angabe von Fieber bei den Symptomen, aber eine normale Temperatur in den Vitalparametern im gleichen Zeitraum. Innerhalb der 83 Datenelemente gibt es eine Reihe solcher Beziehungen zwischen den Datenelementen, die im Rahmen dieses Projektes untersucht werden sollen. Methodisch sollen die Abhängigkeiten in das Datenqualitätsframework von Schmidt et al. integriert werden und anschließend für die Datenqualitätsüberprüfung als R-Paket frei zur Verfügung stehen. Es werden im ersten Schritt Auffälligkeiten, die auf Widersprüche hindeuten, identifiziert und bezüglich möglicher Schwierigkeiten in der Dateneingabe mit der Epidemiology Core Unit (ECU) diskutiert. Diese Zielsetzung des NAPKON hinsichtlich der Ausgabe qualitativ hochwertiger Daten liegt der Entscheidung zugrunde, ein übergeordnetes Projekt mit der Bezeichnung ECU einzurichten, das für die externe Qualitätssicherung zuständig ist. Anschließend werden Regeln für die Behandlung solcher Widersprüche beim GECCO-Export der NAPKON-Kohorten festgelegt und ebenfalls als Softwarewerkzeuge zur Verfügung gestellt.

Antragsteller: Yusuf, Olusola Khalid, Universitätsmedizin Göttingen, Abteilung für medizinische Informatik, Göttingen

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Epidemiologie HAP Mai 2022 SÜP

Merkmale, die bei Imfpdurchbrüchen bei COVID-19 mit einem schweren Verlauf assoziert sind

Titel der Studie: Predictors for a severe course in Vaccination breakthrough COVID-19 infections

Merkmale, die bei Imfpdurchbrüchen bei COVID-19 mit einem schweren Verlauf assoziert sind

Was wird untersucht?

Ziel dieses Forschunsvorhabens ist es, Merkmale wie das Vorhandensein von Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen, Leberererkrankungen und weiteren chronischen Erkrankungen zu identifizieren, die mit einem schweren COVID-19-Verlauf im Falle einer Impfdurchbruch-Infektion assoziiert sind. So können bereits Patient:innen, die solche Merkmale aufweisen, frühzeitig erkannt werden und entsprechend überwacht oder auch frühzeitig (und nicht notfallmäßig) bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands einer Intensivbehandlung zugeführt werden. Geimpfte Personen, die diese Merkmale aufweisen, und keinen Impfdurchbruch haben, sollten die allgemeinen Schutzmaßnahmen konsequent einhalten und schnellstmöglich einer Boosterimpfung zugeführt werden. Für den Fall dass weitere Boosterimpfungen erfoderlich sind, sollten diese Personen gegebenenfalls priorisiert werden. Die Identifikation dieser Merkmale soll einerseits an Hand klinischer Merkmale wie Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme (wie oben beschrieben und andererseits durch die Untersuchung von Abwehrzellen und Antikörpern im Labor durchgeführt werden.

Antragsteller: Dr. med. André Jefremow, Prof. Dr. med. Gerhard Krönke, Universitätsklinikum Erlangen, Medizin 1 und 3, Erlangen

Fachbereich: Epidemiologie, HAP, Mai 2022, SÜP

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April 2022 HAP HNO SÜP

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Titel der Studie: Investigation of smell and taste disorders in patients with COVID-19
illness

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Was wird untersucht?

Als Leitsymptom der COVID-19 Erkrankung wurden schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Pandemie häufig Riech- und Geschmackstörungen beobachtet. Veränderungen des Riech- und Schmeckvermögens sind auch von anderen Viruserkrankungen bekannt und wurden bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen als dauerhaft beschrieben. Störungen des Riech- und Geschmacksinns haben eine große Bedeutung insbesondere als Sinnesorgan mit Warnfunktion z.B. bei verdorbener Nahrung oder Rauchwahrnehmung aber auch die psychische Gesundheit kann bei dauerhaften Veränderungen dieser Sinnesfunktionen stark beeinträchtigt werden. Ziel dieser Studie ist unteranderem das Ausmaß, die Bedeutung, strukturelle organische Veränderungen und mögliche Zusammenhänge von Riech- und Geschmackstörungen bei COVID-19 Erkrankten mit anderen Grunderkrankungen und der Schwergrad der COVID-19 Erkrankung zu untersuchen. Es werden sowohl Informationen der Studienteilnehmer:innen zum Erkrankungsverlauf, Grunderkrankungen, Riech- und Geschmacksuntersuchungen als auch Bildgebende Untersuchungen des Kopfes ausgewertet.

Antragstellerin: Dr. Annett Pudszuhn, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Berlin

Fachbereich: April 2022, HAP, HNO, SÜP