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Februar 2022 HAP Kardiologie Labormedizin SÜP

Lässt sich durch den Biomarker CCN1 die Ausbildung eines akuten Lungenversagens und Tod bei COVID-19 Patient:innen vorhersagen ? (Folgeantrag)

Titel der Studie: Can the biomarker CCN1 predict development of an acute respiratory distress syndrome and death in patients with COVID-19?

Lässt sich durch den Biomarker CCN1 die Ausbildung eines akuten Lungenversagens und Tod bei COVID-19 Patient:innen vorhersagen? - II

Was wird untersucht?

Die rasche Erkennung von Patient:innen zu Beginn der Diagnose COVID-19, die einen schweren Verlauf ihrer Erkrankung entwickeln werden ist zentral, um frühzeitig angemessene Massnahmen einleiten zu können. Hierbei könnte der Biomarker CCN1 eine zentrale Bedeutung haben und soll diesbezüglich untersucht werden.

Antragsteller: Dr. med. Roland Klingenberg, Kerckhoff-Klinik, Abteilung für Kardiologie, Justus-Liebig Universität Gießen, Bad Nauheim

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Epidemiologie Februar 2022 Gesundheitsökonomie Infektiologie SÜP

Krankheitskostenanalyse der stationären Behandlung von COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: Cost-of-illness analysis of inpatient COVID-19 patients

Krankheitskostenanalyse der stationären Behandlung von COVID-19 Patient:innen

Was wird untersucht?

Durch die stationäre Behandlung von COVID-19 Patient:innen entstehen enorme finanzielle Belastungen für das deutsche Gesundheitssystem. Die hier vorliegende gesundheitsökonomische Evaluation soll sowohl direkte medizinische Kosten (z.B. Kosten für Diagnostik, Medikation, künstliche Beatmung, Versorgung auf unterschiedlichen Stationen) als auch indirekte Kosten durch Produktivitätsausfälle aufgrund von Tod vor Renteneintrittsalter und Arbeitsunfähigkeit analysieren. Durch die gesamtgesellschaftliche Perspektive („societal perspective“), die ebenso von nationalen und internationalen Leitlinien zur Durchführung von Krankheitskostenanalysen empfohlen wird, wird ein granulärer Ansatz gewählt, der die ganzheitlichen Kosten durch die stationäre Versorgung von COVID-19 Patient:innen abbilden wird. Es ist zu erwarten, dass insbesondere die intensivmedizinische Behandlung von COVID-19 Patient:innen sehr hohe direkte medizinische Kosten verursacht.

Antragssteller:innen: Dr. Sebastian Wingen-Heimann, Sina Hopff, Universitätsklinikum Köln, Köln

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Epidemiologie Februar 2022 HAP POP SÜP

Systematische molekulare Probenanalysen

Titel der Studie: Systematic molecular sample analysis

Systematische molekulare Probenanalysen

Was wird untersucht?

Im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohortennetzes (NAPKON) werden umfangreiche molekulare Analysen zu verschiedenen Visitenzeitpunkten an einer großen Zahl von Patient:innen von der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP), der Hochauflösenden Plattform (HAP) und der Populationsbasierten Plattform (POP) durchgeführt. Mit den Ergebnissen dieser einzigartigen longitudinalen Analysen erhoffen wir uns einen tiefen Einblick in den molekularen Verlauf der COVID-19 Erkrankung. Die Daten stehen über das Use und Access Komitee interessierten Forscher:innen zur Verfügung.

Antragstellerin: Dr. Gabriele Anton, Helmholtz Zentrum München, Oberschleissheim

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Epidemiologie Februar 2022 HAP SÜP

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19 (Folgeantrag)

Titel der Studie: Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Was wird untersucht?

Schwere Verläufe von COVID-19 sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, dabei spielen soziale Aspekte wie Einkommen, Bildung, oder Erwerbstätigkeit eine wichtige Rolle. In dieser Studie untersuchen wir, durch welche vorher bestehende soziale Charakteristiken der Krankheitsverlauf vorhergesagt werden kann. Neben Bildung und Erwerbstätigkeit ist zum Beispiel eine zu späte Inanspruchnahme des Gesundheitssystems bei COVID-19-Erkrankungen ein wichtiger Faktor, da eine verspätete Krankenhausaufnahme das Risiko zu versterben erhöht. Bisher gibt es jedoch nur wenig Forschung in diesem Gebiet, weshalb wir ein umfassendes Bild zu sozialen Aspekten und ihrem Einfluss auf den COVID-19-Akutverlauf bekommen möchten. Hierfür untersuchen wir auch mögliche Erklärungen und zugrundeliegende biologische Mechanismen. Mit diesem Projekt können wir einen möglichen Ansatzpunkt für Public Health-Maßnahmen bieten, um Risikogruppen besser zu schützen und Therapiemaßnahmen gezielter anzuwenden.

 

Antragsteller: Dr. Hanno Hoven, Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie, Düsseldorf

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Februar 2022 HAP POP SÜP

Auswirkungen von COVID-19 auf die Funktionsfähigkeit

Titel der Studie: Effects of COVID-19 on functioning

Auswirkungen von COVID-19 auf die Funktionsfähigkeit

Was wird untersucht?

In dieser Studie möchten wir Auswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Funktionsfähigkeit der betroffenen Personen untersuchen, insbesondere auf Einschränkungen in den Alltagsaktivitäten, der sozialen Teilhabe, und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Für dieses Vorhaben sollen die Daten aus der NAPKON-Kohorte benutzt werden, in der zahlreiche Aspekte der Funktionsfähigkeit (soziale Teilhabe, Aktivitäten des täglichen Lebens), der Lebensqualität und der Einflussfaktoren detailliert erfasst wurden. Wir möchten analysieren, welche individuellen Faktoren mit der Funktionsfähigkeit zusammenhängen.

Spezifisch werden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Wie häufig treten Einschränkungen der Funktionsfähigkeit nach COVID-19 Erkrankung auf?
  • Gibt es bestimmte Einschränkungen die überproportional häufig simultan auftreten?
  • Gibt es alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Funktionsfähigkeit?
  • Welchen Einfluss hat die Schwere der Erkrankung?
  • Welche Auswirkungen hat die kognitive Gesundheit, insbesondere Depressivität, auf die Funktionsfähigkeit nach COVID-19?
  • Gibt es bezüglich der COVID-19 Virusvariante unterschiedliche Einschränkungen in der Funktionsfähigkeit?
  • Welche Auswirkungen haben gesundheitsrelevante persönliche Faktoren, wie Schlafverhalten, körperliche Aktivität oder BMI?

 

Antragstellerin: Prof. Eva Grill, LMU München, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, München

Fachbereich: Februar 2022, HAP, POP, SÜP

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Februar 2022 SÜP

COVIRNA Ein diagnostischer Test zur Verbesserung der Überwachung und Versorgung von COVID-19-Patient:innen

Titel der Studie: COVIRNA a diagnostic test to improve surveillance and care of COVID-19 patients

COVIRNA Ein diagnostischer Test zur Verbesserung der Überwachung und Versorgung von COVID-19-Patient:innen

Was wird untersucht?

Das Ziel des COVIRNA-Projekts besteht darin, einen diagnostischen Test auf der Grundlage kardiovaskulärer RNA-Biomarker zu entwickeln, der eine hohe Vorhersagekraft für die klinischen Ergebnisse von COVID-19-Patienten hat. Des Weiteren soll seine rasche Markteinführung zu ermöglicht werden, um die individualisierte Überwachung, Versorgung und Nachsorge dieser Patient:innen im Zusammenhang mit der aktuellen Pandemie zu verbessern.

Antragstellerin: Dr. Yvan Devaux, Luxembourg Institute of Health, Department of Population Health, Luxemburg

Fachbereich: Februar 2022, SÜP

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Epidemiologie Februar 2022 Rehabilitation SÜP

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schwere der COVID-19 Erkrankung, der Entwicklung eines Long-COVID-Syndroms und einer bestimmten genetischen Zellvariante im Kohlenstoff-Stoffwechsel?

Titel der Studie: Is there a connection between the severity of COVID-19 disease, the development of long-COVID syndrome and a specific genetic cell variant in carbon metabolism?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schwere der COVID-19 Erkrankung, der Entwicklung eines Long-COVID-Syndroms und einer bestimmten genetischen Zellvariante im Kohlenstoff-Stoffwechsel?

Was wird untersucht?

In den abgenommenen Blutproben der Proband:innen wird nach der genetischen Variante gesucht. Im Anschluss erfolgt ein Vergleich, ob bei denen, die diese Variante haben, bezüglich der Schwere des Verlaufes und/oder der Entwicklung von langfristigen Symptomen ein Zusammenhang besteht. Es ist bekannt, dass es zudem weitere Einflüsse gibt, die ebenfalls mit untersucht werden, hierzu zählen Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Vorerkrankungen und weitere Blutwerte wie einzelne Vitaminspiegel, Folsäure und die Nierenfunktion.

Antragstellerin: Dr. Christina Lemhöfer, Universitätsklinikum Jena, Institut für Physiotherapie, Jena