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Epidemiologie HAP Mai 2022 SÜP

Merkmale, die bei Imfpdurchbrüchen bei COVID-19 mit einem schweren Verlauf assoziert sind

Titel der Studie: Predictors for a severe course in Vaccination breakthrough COVID-19 infections

Merkmale, die bei Imfpdurchbrüchen bei COVID-19 mit einem schweren Verlauf assoziert sind

Was wird untersucht?

Ziel dieses Forschunsvorhabens ist es, Merkmale wie das Vorhandensein von Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenerkrankungen, Leberererkrankungen und weiteren chronischen Erkrankungen zu identifizieren, die mit einem schweren COVID-19-Verlauf im Falle einer Impfdurchbruch-Infektion assoziiert sind. So können bereits Patient:innen, die solche Merkmale aufweisen, frühzeitig erkannt werden und entsprechend überwacht oder auch frühzeitig (und nicht notfallmäßig) bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands einer Intensivbehandlung zugeführt werden. Geimpfte Personen, die diese Merkmale aufweisen, und keinen Impfdurchbruch haben, sollten die allgemeinen Schutzmaßnahmen konsequent einhalten und schnellstmöglich einer Boosterimpfung zugeführt werden. Für den Fall dass weitere Boosterimpfungen erfoderlich sind, sollten diese Personen gegebenenfalls priorisiert werden. Die Identifikation dieser Merkmale soll einerseits an Hand klinischer Merkmale wie Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme (wie oben beschrieben und andererseits durch die Untersuchung von Abwehrzellen und Antikörpern im Labor durchgeführt werden.

Antragsteller: Dr. med. André Jefremow, Prof. Dr. med. Gerhard Krönke, Universitätsklinikum Erlangen, Medizin 1 und 3, Erlangen

Fachbereich: Epidemiologie, HAP, Mai 2022, SÜP

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Epidemiologie Februar 2022 Gesundheitsökonomie Infektiologie SÜP

Krankheitskostenanalyse der stationären Behandlung von COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: Cost-of-illness analysis of inpatient COVID-19 patients

Krankheitskostenanalyse der stationären Behandlung von COVID-19 Patient:innen

Was wird untersucht?

Durch die stationäre Behandlung von COVID-19 Patient:innen entstehen enorme finanzielle Belastungen für das deutsche Gesundheitssystem. Die hier vorliegende gesundheitsökonomische Evaluation soll sowohl direkte medizinische Kosten (z.B. Kosten für Diagnostik, Medikation, künstliche Beatmung, Versorgung auf unterschiedlichen Stationen) als auch indirekte Kosten durch Produktivitätsausfälle aufgrund von Tod vor Renteneintrittsalter und Arbeitsunfähigkeit analysieren. Durch die gesamtgesellschaftliche Perspektive („societal perspective“), die ebenso von nationalen und internationalen Leitlinien zur Durchführung von Krankheitskostenanalysen empfohlen wird, wird ein granulärer Ansatz gewählt, der die ganzheitlichen Kosten durch die stationäre Versorgung von COVID-19 Patient:innen abbilden wird. Es ist zu erwarten, dass insbesondere die intensivmedizinische Behandlung von COVID-19 Patient:innen sehr hohe direkte medizinische Kosten verursacht.

Antragssteller:innen: Dr. Sebastian Wingen-Heimann, Sina Hopff, Universitätsklinikum Köln, Köln

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Epidemiologie Humangenetik März 2022

Der Beitrag genetischer Veränderungen zur COVID-19 Erkrankung

Titel der Studie: The contribution of genetic variation to COVID-19

Der Beitrag genetischer Veränderungen zur COVID-19 Erkrankung

Was wird untersucht?

Das klinische Bild einer SARS-CoV-2-Infektion ist bei den Betroffenen sehr unterschiedlich und reicht von asymptomatischen bis hin zu sehr schweren Verläufen und Todesfällen. Meist können die schweren Krankheitsverläufe zumindest teilweise durch demographische oder erworbene Faktoren, wie ein fortgeschrittenes Alter oder bestimmte Vorerkrankungen, erklärt werden. Es gibt jedoch Krankheitsverläufe, die schwerer oder leichter sind als diese Faktoren es erwarten lassen würden. Es ist somit anzunehmen, dass weitere Faktoren, darunter genetische Anlagen des Wirtes (engl. “host”), zur individuellen (Immun-)Reaktion einzelner Personen nach Erregerkontakt beitragen. In Übereinstimmung mit dieser Hypothese sind durch internationale Kollaborationen bereits mehrere häufige Risikovarianten für schweres COVID-19 identifiziert wurden, darunter einige die einen besonders starken Beitrag in jungen Patient*innen vermitteln. Zusätzlich wurde mittels Sequenziertechnologie das Gen TLR7 als ursächliches Gen beschrieben. In diesem Projekt sollen mittels Gesamtgenomsequenzierung monogene Prädispositionen in unerwartet schwer betroffenen Patient*innen untersucht werden. Eine bessere Kenntnis der genetischen Faktoren, die eine Rolle in der Entstehung schwerer COVID-19 Verläufe spielen, stellt dabei einen wichtigen Baustein zu einem umfassenden Verständnis der Pathophysiologie von COVID-19 dar. Auf dieser Basis kann die Entwicklung von Medikamenten verbessert, die individuelle Abschätzung von Therapieerfolg oder Risikos für Nebenwirkungen ermöglicht, und zur Risikoprädiktion beigetragen werden.

Antragsstellerin: Dr. Kerstin U. Ludwig, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Humangenetik, Bonn

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Epidemiologie Februar 2022 HAP POP SÜP

Systematische molekulare Probenanalysen

Titel der Studie: Systematic molecular sample analysis

Systematische molekulare Probenanalysen

Was wird untersucht?

Im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohortennetzes (NAPKON) werden umfangreiche molekulare Analysen zu verschiedenen Visitenzeitpunkten an einer großen Zahl von Patient:innen von der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP), der Hochauflösenden Plattform (HAP) und der Populationsbasierten Plattform (POP) durchgeführt. Mit den Ergebnissen dieser einzigartigen longitudinalen Analysen erhoffen wir uns einen tiefen Einblick in den molekularen Verlauf der COVID-19 Erkrankung. Die Daten stehen über das Use und Access Komitee interessierten Forscher:innen zur Verfügung.

Antragstellerin: Dr. Gabriele Anton, Helmholtz Zentrum München, Oberschleissheim

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Epidemiologie Februar 2022 HAP SÜP

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19 (Folgeantrag)

Titel der Studie: Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Was wird untersucht?

Schwere Verläufe von COVID-19 sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, dabei spielen soziale Aspekte wie Einkommen, Bildung, oder Erwerbstätigkeit eine wichtige Rolle. In dieser Studie untersuchen wir, durch welche vorher bestehende soziale Charakteristiken der Krankheitsverlauf vorhergesagt werden kann. Neben Bildung und Erwerbstätigkeit ist zum Beispiel eine zu späte Inanspruchnahme des Gesundheitssystems bei COVID-19-Erkrankungen ein wichtiger Faktor, da eine verspätete Krankenhausaufnahme das Risiko zu versterben erhöht. Bisher gibt es jedoch nur wenig Forschung in diesem Gebiet, weshalb wir ein umfassendes Bild zu sozialen Aspekten und ihrem Einfluss auf den COVID-19-Akutverlauf bekommen möchten. Hierfür untersuchen wir auch mögliche Erklärungen und zugrundeliegende biologische Mechanismen. Mit diesem Projekt können wir einen möglichen Ansatzpunkt für Public Health-Maßnahmen bieten, um Risikogruppen besser zu schützen und Therapiemaßnahmen gezielter anzuwenden.

 

Antragsteller: Dr. Hanno Hoven, Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Medizinische Soziologie, Düsseldorf

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Epidemiologie Februar 2022 Rehabilitation SÜP

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schwere der COVID-19 Erkrankung, der Entwicklung eines Long-COVID-Syndroms und einer bestimmten genetischen Zellvariante im Kohlenstoff-Stoffwechsel?

Titel der Studie: Is there a connection between the severity of COVID-19 disease, the development of long-COVID syndrome and a specific genetic cell variant in carbon metabolism?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Schwere der COVID-19 Erkrankung, der Entwicklung eines Long-COVID-Syndroms und einer bestimmten genetischen Zellvariante im Kohlenstoff-Stoffwechsel?

Was wird untersucht?

In den abgenommenen Blutproben der Proband:innen wird nach der genetischen Variante gesucht. Im Anschluss erfolgt ein Vergleich, ob bei denen, die diese Variante haben, bezüglich der Schwere des Verlaufes und/oder der Entwicklung von langfristigen Symptomen ein Zusammenhang besteht. Es ist bekannt, dass es zudem weitere Einflüsse gibt, die ebenfalls mit untersucht werden, hierzu zählen Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, Vorerkrankungen und weitere Blutwerte wie einzelne Vitaminspiegel, Folsäure und die Nierenfunktion.

Antragstellerin: Dr. Christina Lemhöfer, Universitätsklinikum Jena, Institut für Physiotherapie, Jena

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Epidemiologie Hämatologie/Onkologie November 2021 POP Public Health

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Titel der Studie: COVICA – COVID-19 Regional NPL Registry

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Was wird untersucht?

Patient:innen mit Krebserkrankungen benötigen häufig nicht aufschiebbare Therapien, die mit regelmäßig wiederkehrenden ambulanten und stationären Behandlungen verbunden sind. Durch die bösartigen Grunderkrankungen wie etwa Leukämien, Lymphome oder solide Tumore selbst und/oder durch die damit verbundenen Therapien, besteht eine oft tiefgreifende und langanhaltende Immunsuppression. Damit stellen Patient:innen mit Krebserkrankungen eine besondere Risikogruppe im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie dar. Für Therapieentscheidungen muss das Risiko einer (schweren) SARS-CoV-2-Infektion dem Risiko durch das Verschieben und Aussetzen einer Krebstherapie gegenübergestellt werden. Um kurzfristig Strategien für eine gezielte Risikoabwägung und -minimierung für Patient:innen mit Krebserkrankungen zu implementieren, soll mit Hilfe eines landesweiten Registers in Schleswig-Holstein die Frage beantwortet werden, wie sich die SARS-CoV-2 Pandemie auf diese Risikogruppe in Bezug auf die Therapie auswirkt.

 

Antragstellerin: Dr. Maike Schnoor, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Insitut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Lübeck

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Epidemiologie Oktober 2021 SÜP

Forschungsdatenplattform CODEX

Titel der Studie: CODEX

Forschungsdatenplattform CODEX

Was wird untersucht?

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) baut mit der Forschungsdatenplattform CODEX eine sichere, erweiterbare und interoperable Plattform zur Bereitstellung von Forschungsdaten zu COVID-19 auf, die die Universitätskliniken bundesweit verbindet. Damit sollen der Wissenschaft strukturierte Daten mit hoher Qualität zur Verfügung gestellt und neuartige Auswertungen ermöglicht werden. Zu diesem Zweck wird aus unterschiedlichen Datenquellen eine möglichst kurzfristig verfügbare Datenbasis geschaffen, die den Anforderungen der Forschungsethik (sog. FAIR-Prinzipien) und der EU-Datenschutzgrundverordnung entspricht. In der Startphase kommt hierfür die klinische Forschungsplattform des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) zum Einsatz. In der darauffolgenden Ausbaustufe werden die Datenintegrationszentren aus der Medizininformatik-Initiative (MII) genutzt. Die standortübergreifende Plattform soll es ermöglichen, auch komplexe Forschungsfragen auf breiter Datenbasis zu beantworten. Somit kann sie zu einem besseren Verständnis der Erkrankung COVID-19 beitragen, als Grundlage für politische Entscheidungen dienen sowie die Entwicklung von innovativen und qualitativ hochwertigen Diensten und Anwendungen für Gesundheitseinrichtungen, Bürgerinnen und Bürger voranbringen.

Antragstellerin: Christine Dhillon, Universitätsklinikum Augsburg, Epidemiologie, Augsburg.