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Epidemiologie Hämatologie/Onkologie November 2021 POP Public Health

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Titel der Studie: COVICA – COVID-19 Regional NPL Registry

COVICA – Register für Patient:innen mit einer COVID-19 Infektion bei bestehender Krebserkrankung

Was wird untersucht?

Patient:innen mit Krebserkrankungen benötigen häufig nicht aufschiebbare Therapien, die mit regelmäßig wiederkehrenden ambulanten und stationären Behandlungen verbunden sind. Durch die bösartigen Grunderkrankungen wie etwa Leukämien, Lymphome oder solide Tumore selbst und/oder durch die damit verbundenen Therapien, besteht eine oft tiefgreifende und langanhaltende Immunsuppression. Damit stellen Patient:innen mit Krebserkrankungen eine besondere Risikogruppe im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie dar. Für Therapieentscheidungen muss das Risiko einer (schweren) SARS-CoV-2-Infektion dem Risiko durch das Verschieben und Aussetzen einer Krebstherapie gegenübergestellt werden. Um kurzfristig Strategien für eine gezielte Risikoabwägung und -minimierung für Patient:innen mit Krebserkrankungen zu implementieren, soll mit Hilfe eines landesweiten Registers in Schleswig-Holstein die Frage beantwortet werden, wie sich die SARS-CoV-2 Pandemie auf diese Risikogruppe in Bezug auf die Therapie auswirkt.

 

Antragstellerin: Dr. Maike Schnoor, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Insitut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Lübeck

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Epidemiologie Oktober 2021 SÜP

Forschungsdatenplattform CODEX

Titel der Studie: CODEX

Forschungsdatenplattform CODEX

Was wird untersucht?

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) baut mit der Forschungsdatenplattform CODEX eine sichere, erweiterbare und interoperable Plattform zur Bereitstellung von Forschungsdaten zu COVID-19 auf, die die Universitätskliniken bundesweit verbindet. Damit sollen der Wissenschaft strukturierte Daten mit hoher Qualität zur Verfügung gestellt und neuartige Auswertungen ermöglicht werden. Zu diesem Zweck wird aus unterschiedlichen Datenquellen eine möglichst kurzfristig verfügbare Datenbasis geschaffen, die den Anforderungen der Forschungsethik (sog. FAIR-Prinzipien) und der EU-Datenschutzgrundverordnung entspricht. In der Startphase kommt hierfür die klinische Forschungsplattform des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) zum Einsatz. In der darauffolgenden Ausbaustufe werden die Datenintegrationszentren aus der Medizininformatik-Initiative (MII) genutzt. Die standortübergreifende Plattform soll es ermöglichen, auch komplexe Forschungsfragen auf breiter Datenbasis zu beantworten. Somit kann sie zu einem besseren Verständnis der Erkrankung COVID-19 beitragen, als Grundlage für politische Entscheidungen dienen sowie die Entwicklung von innovativen und qualitativ hochwertigen Diensten und Anwendungen für Gesundheitseinrichtungen, Bürgerinnen und Bürger voranbringen.

Antragstellerin: Christine Dhillon, Universitätsklinikum Augsburg, Epidemiologie, Augsburg.