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April 2022 Epidemiologie und Public Health HAP Infektiologie POP SÜP

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Titel der Studie: Challenges and opportunities in creating an anonymisation pipeline for a national German dataset

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Was wird untersucht?

Die Daten- und Bioproben aus NAPKON können über eine Use & Access Verfahren beantragt werden und werden anschließend pseudonymisiert an Forscherteams zur Analyse herausgegeben. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und erfordert unterschiedliche Abstimmungsprozesse, um insbesondere eine gute Datenqualität und einen hinreichenden Datenschutz zu gewährleisten. Damit auch Echtzeit-Daten der NAPKON Kohorte für die Öffentlichkeit einsehbar sind, wurde ein Anonymisierungsprozess etabliert, der 15 wichtige Variablen aus dem NAPKON Datensatz nach einem speziellen Datenschutzkonzept abfragt und daraus einen anonymen, öffentlich zugänglichen Datensatz generiert. Die Herausforderungen und Möglichkeiten dieses Anonymisierungsprozesses und des resultierenden Datensatzes werden in diesem Projekt herausgearbeitet und veröffentlicht, um die sogenannte Open Science Wissenschaft zu fördern und damit die öffentliche Zugänglichkeit zu wichtigen Daten weiter voranzutreiben.

Antragstellerinnen: Sina Hopff, Carolin Jakob, Universitätsklinikum Köln, Köln

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Epidemiologie und Public Health Immunologie und Autoimmunität Mai 2022 POP

Häufigkeit und Beschreibung des Chronischen Fatigue Syndroms in der bevölkerungsbasierten Berliner Subkohorte der NAPKON-POP (COVIDOM)-Studie

Titel der Studie: Occurence and characterization of theChronic Fatigue Syndrome in the Berlin subcohort of the
population-based NAPKON-POP (COVIDOM) study

Häufigkeit und Beschreibung des Chronischen Fatigue Syndroms in der bevölkerungsbasierten Berliner Subkohorte der NAPKON-POP (COVIDOM)-Studie

Was wird untersucht?

Etwa 10% aller SARS-CoV-2-Infizierten leiden noch länger als drei Monate nach der Infektion unter anhaltenden Symptomen im Sinne eines Post-Covid-Syndroms. Ein Teil dieser Patient:innen erfüllt die klinischen Diagnosekriterien für ein Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Bisher fehlen validierte Daten zur Häufigkeit und Risikofaktoren für ME/CFS nach COVID-19 Infektion. Für die Berliner Covidom/NAPKON-POP-Kohorte (n=302) stehen detaillierte Daten zu Symptomen, Laborwerten, neurologischen, pneumologischen und kardiologischen Untersuchungen zur Verfügung. Studienteilnehmer:innen mit Verdacht auf Fatigue (ScreeningFragebogen) wurde eine weiterführende Diagnostik im Fatigue-Centrum der CharitéUniversitätsmedizin Berlin angeboten, und es wurden weitere Fatiguebezogene Daten erhoben. Dies ermöglicht neben der Abschätzung der Häufigkeit von ME/CFS in der Kohorte den Vergleich von ME/CFS-Erkrankten sowohl mit Personen mit nur leichten Symptomen sowie mit vollständig genesenen Studienteilnehmer:innen.

Antragsstellerin: Dr. Lilian Krist, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Berlin

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Epidemiologie und Public Health März 2022

Entwicklung einer Aufwandsgenauen Abrechnung in NAPKON

Titel der Studie: Development of a precise expenditure-based reimbursement in NAPKON

Entwicklung einer Aufwandsgenauen Abrechnung in NAPKON

Was wird untersucht?

Klassischerweise werden klinische Studien wie NAPKON beispielsweise über sogenannte Fallpauschalen abgerechnet, das heißt für jeden rekrutierten Fall wird ein einheitlicher Betrag erstattet. Dieses Verfahren stößt bei dem multizentrischen Aufbau und unterschiedlichen Visitenschemata in NAPKON an seine Grenzen. Wir haben eine automatisierte Aufwandsgenaue Abrechnung entwickelt, die die tatsächlichen erbrachten Leistungen anhand der generierten Datensätze ausliest. So können wir die für NAPKON vorhandenen Mittel präzise nach Leistung an die Zentren weitergeben und qualitative Dokumentation der Visiten und Studienaktivitäten sicherstellen. In diesem Forschungsprojekt möchten wir anhand unserer Zentrumsspezifischen und Visitengenauen Berechnungen die Unterschiede zu den klassischen Abrechnungsverfahren darstellen, analysieren und kritisch bewerten. Zukünftig soll das Abrechnungstool generisch nutzbar sein und zum Online-Planungstool für klinische Studien weiterentwickelt werden.

Antragsstellerin: Katharina Appel, Universitätsklinikum Frankfurt am Main, Medizinische Klinik II, Frankfurt am Main

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Epidemiologie und Public Health HAP März 2022 POP SÜP

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Titel der Studie: Epidemiology core within the framework of the National Pandemic Cohort Network (NAPKON)

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Was wird untersucht?

Die Epidemiologie Core Unit (ECU) ist Teil der Kerninfrastruktur von NAPKON und stellt ein übergeordnetes Projekt dar, das für die externe Qualitätssicherung und Aufbereitung der in den Kohorten eingegebenen Rohdaten, regelmäßige Beschreibung der Studienkollektive aber auch für methodische Beratungen für Wissenschaftler:innen bei Etablierung neuer Module in den unterschiedlichen Studienplattformen verantwortlich ist. Die klinischen Daten werden einerseits für sog. „Kernanalysen“, Beschreibungen der Studienkollektive anhand beschreibender Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Symptomatik, verwendet. Um vergleichbare Auswertungen zu ermöglichen, wird weiterhin im Rahmen von Primärkodierungen die Kategorisierung von standardisierten Fragebögen, Altersgruppen und Messergebnisse von Untersuchungen durchgeführt. Weiterhin werden die Daten hinsichtlich der Vollständigkeit von einzelnen Variablen, aber auch auf Formularebene geprüft, um möglichst vollständige Datensätze gewährleisten zu können.

Antragssteller: Prof. Jens-Peter Reese, Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie, Würzburg

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Epidemiologie und Public Health HAP März 2022 Medical Informatics

Verständnis von Komplikationen und Nebenwirkungen von COVID-19 mithilfe von KI und kausaler Inferenz

Titel der Studie: Clinical Analysis of Recovery Trajectory of COVID-19 Patients

Verständnis von Komplikationen und Nebenwirkungen von COVID-19 mithilfe von KI und kausaler Inferenz

Was wird untersucht?

Als Teil einer größer angelegten, BMBF-finanzierten Studie versuchen wir zu verstehen, wie sich verschiedene Patient:innen mit unterschiedlichem gesundheitlichen Hintergrund von einer COVID-19-Infektion erholen. Wir versuchen auch zu verstehen, wie sich Komplikationen und Nebenwirkungen nach der Genesung für verschiedene Patientengruppen unterscheiden. Wir vergleichen unsere Ergebnisse mit einem großen Datensatz aus den USA, um Unterschiede zwischen den Behandlungen und der Genesung von Patienten in beiden Ländern zu verstehen. Dazu nutzen wir moderne Verfahren der Künstlichen Intelligenz und der Kausalinferenz um somit Vorhersagemodelle zu entwickeln, die neben dem Schweregrad auch den Genesungsverlauf eines Patienten vorhersagen kann.

 

Antragsteller Dr. Narges Ahmmidi, Helmholzzentrum München, München

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Epidemiologie und Public Health HAP Juni 2021 Medizinische Informatik

Verständnis von Komplikationen und Nebenwirkungen von COVID-19 mithilfe von künstlicher Intelligenz und kausaler Inferenz

Verständnis von Komplikationen und Nebenwirkungen von COVID-19 mithilfe von künstlicher Intelligenz und kausaler Inferenz

Titel der Studie: Clinical Analysis of Recovery Trajectory of COVID-19 Patients

Was wird untersucht? 

Als Teil einer größer angelegten, BMBF-finanzierten Studie versuchen wir zu verstehen, wie sich verschiedene Patient:innen mit unterschiedlichem gesundheitlichen Hintergrund von einer COVID-19-Infektion erholen. Wir versuchen auch zu verstehen, wie sich Komplikationen und Nebenwirkungen nach der Genesung für verschiedene Patient:innengruppen unterscheiden.
Wir vergleichen unsere Ergebnisse mit einem großen Datensatz aus den USA, um Unterschiede zwischen den Behandlungen und der Genesung von Patient:innen in beiden Ländern zu verstehen. Dazu nutzen wir moderne Verfahren der Künstlichen Intelligenz und der Kausalinferenz, um somit Vorhersagemodelle zu entwickeln, die neben des Schweregrades, auch die Genesungstrajektorie von Patient:innen vorhersagen kann.

Antragsteller: Dr. Narges Ahmidi, Helmholtz Center Munich

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Epidemiologie und Public Health HAP Juni 2021 Napkon POP SÜP

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Epidemiologiekern im Rahmen des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)

Titel der Studie: Epidemiology Core Unit (ECU) within the National Pandemic Cohort Network (NAPKON)

Was wird untersucht? 

Die ECU ist Teil der Kerninfrastruktur von NAPKON und stellt ein übergeordnetes Projekt dar, das für die externe Qualitätssicherung und Aufbereitung der in den Kohorten eingegebenen Rohdaten, regelmäßige Beschreibung der Studienkollektive aber auch für methodische Beratungen für Wissenschaftler:innen bei Etablierung neuer Module in den unterschiedlichen Studienplattformen verantwortlich ist. Die klinischen Daten werden einerseits für sogenannte „Kernanalysen“, Beschreibungen der Studienkollektive anhand beschreibender Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Symptomatik, verwendet. Um vergleichbare Auswertungen zu ermöglichen, wird weiterhin im Rahmen von Primärkodierungen die Kategorisierung von standardisierten Fragebögen, Altersgruppen und Messergebnissen von Untersuchungen durchgeführt. Weiterhin werden die Daten hinsichtlich der Vollständigkeit von einzelnen Variablen, aber auch auf Formularebene geprüft, um möglichst vollständige Datensätze gewährleisten zu können.

Antragsteller:innen: Epidemiology Core Unit innerhalb von NAPKON

 

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Epidemiologie und Public Health HNO Juni 2021 Kardiologie Neurologie Pneumologie POP Psychische Gesundheit

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Fatigue nach SARS-CoV-2 Infektion: Was führt dazu, was geht damit einher?

Titel der Studie: Fatigue after SARS-CoV-2 infection: what leads to it, what accompanies it?

Was wird untersucht? 

Fatigue beschreibt eine „signifikante Müdigkeit, erschöpfte Kraftreserven oder erhöhtes Ruhebedürfnis, unverhältnismäßig zu allen kürzlich vorangegangenen Anstrengungen“. Dieses Symptom stellt nach aktuellem Wissen das mit Abstand häufigste anhaltende Symptom nach abgelaufener SARS-CoV-2 Infektion und COVID-19 Erkrankung dar (Post-COVID-Fatigue). Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen diesem Symptom und möglichen Auslösern, in dem Daten aus der Zeit vor der Infektion, Ablauf der akuten Infektion und aktuell erhobene Blutparameter in die Analysen aufgenommen werden. Weiter wird untersucht, mit welchen weiteren –parallel bestehenden- Problemen Fatigue gehäuft einhergeht. Die Studie kann Hinweise für die frühzeitige Definition von Risikopersonen für Post-COVID-Fatigue liefern und damit eine effektive Impfpriorisierung unterstützen. Weiter können die Ergebnisse zur Entwicklung von Therapiestrategien gegen Post-COVID-Fatigue verwendet werden.

Antragsteller: Prof. Dr. med. Walter Maetzler, FOSA Neurologie, UKSH Kiel

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Epidemiologie und Public Health HAP Mai 2021 SÜP

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Die Rolle sozialer Faktoren für den Akutverlauf von COVID-19

Titel der Studie: Social inequalities in COVID-19: The role of pre-existing social characteristics and health care utilization in explaining elevated risk of severe disease progression.

Was wird untersucht? 

Schwere Verläufe von COVID-19 sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, dabei spielen soziale Aspekte wie Einkommen, Bildung, oder Erwerbstätigkeit eine wichtige Rolle. In dieser Studie untersuchen wir, durch welche vorher bestehende soziale Charakteristiken der Krankheitsverlauf vorhergesagt werden kann. Neben Bildung und Erwerbstätigkeit ist zum Beispiel eine zu späte Inanspruchnahme des Gesundheitssystems bei COVID-19-Erkrankungen ein wichtiger Faktor, da eine verspätete Krankenhausaufnahme das Risiko zu versterben erhöht. Bisher gibt es jedoch nur wenig Forschung in diesem Gebiet, weshalb wir ein umfassendes Bild zu sozialen Aspekten und ihrem Einfluss auf den COVID-19-Akutverlauf bekommen möchten. Hierfür untersuchen wir auch mögliche Erklärungen und zugrundeliegende biologische Mechanismen. Mit diesem Projekt können wir einen möglichen Ansatzpunkt für Public Health-Maßnahmen bieten, um Risikogruppen besser zu schützen und Therapiemaßnahmen gezielter anzuwenden.

Antragsteller: Dr. Hanno Hoven, Institut für Medizinische Soziologie, Centre for Health and Society, Universiätsklinikum Düsseldorf

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April 2021 Epidemiologie und Public Health SÜP

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Titel der Studie: First results of the cross-sector platform (SÜP) of the NAPKON cohort

Was wird untersucht? 

Das Projekt charakterisiert in einem groben Überblick die ersten Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte. Die SÜP rekrutiert Patient:innen in allen Versorgungsebenen (Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken. Arztpraxen) und alle Schweregrade einer potentiellen Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus. Der Beobachtungszeitraum reicht von der akuten Infektion bis hin zur Nachverfolgung nach 3 Monaten ab Erholung. Die untersuchten Patient:innen wurden dabei hauptsächlich während der zweiten und dritten COVID-19 Welle in Deutschland in die Studie aufgenommen. Dabei wurden detaillierte Informationen z.B. zu den Symptomen, dem Schweregrad der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf, der Art der Virusvariante und der regionalen Ausbreitung gesammelt. Die Übersichtsarbeit wird damit einen Überblick über die Art der Infektionen, der aufgetretenen Symptome, dem Verlauf der Erkrankung und den vorherrschenden Virusvarianten während der zweiten und dritten Covid-19 Wellen verdeutlichen. Weiterhin, werden die Analysen einen Einblick in die andauernden Symptome und der Lebensqualität der betroffenen Personen bis zu einem Zeitraum von 3 Monaten nach der Infektion ermöglichen.

Antragstellerin: Dr. rer. nat. Ramsia Geisler, Innere Medizin 2, Universitätsklinikum Frankfurt