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April 2022 Immunologie und Autoimmunität POP

Welche anti-GCPR-Autoantikörper weisen auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: Which GPCR autoantibodies are indicative for a complicated long-term outcome of COVID-19?

Welche anti-GCPR-Autoantikörper weisen auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Was wird untersucht?

Ein hoher Prozentsatz von Covid-19-Patient:innen leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long-COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patient:innen zeigte, dass bestimmte Autoantikörper nicht nur Botenstoffe, sondern auch körpereigene Strukturen binden und dadurch zu Entzündung und Blutgerinnung beitragen können. In der Studie COVIDOM-GPCR geht es um die Identifizierung von Autoantikörpern gegen sogenannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR), welche eine Rolle bei der Entstehung von Post-COVID-Symptomen spielen könnten. Dadurch erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long-COVID.

Antragsteller: Dr. Florian Tran, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Institut für klinische Molekularbiologie, Kiel

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April 2022 Grundlagenforschung SÜP

Personalisierte Nephrologie zu Zeiten von SARS-CoV-2

Titel der Studie: Personalized Medicine in the era of SARSCoV-2

Personalisierte Nephrologie zu Zeiten von SARS-CoV-2

Was wird untersucht?

Weltweit sind 10 % der Menschen an der Niere erkrankt, in Mecklenburg-Vorpommern (MV) sogar 17%. Wie renommierte Forscher:innen, auch aus Norddeutschland, zeigen konnten, befällt das SARS-CoV-2 Virus nicht nur die Lungen, sondern auch die Nieren. In der vom Land MV geförderten Studie “PeNe_C19” sollen high-end Technologien eingesetzt werden, um die Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf die Nieren zu untersuchen. Aktuell werden dazu 2 Nierenbiopsien mittels Superresolution Mikroskopie vermessen. Das Verfahren der quantitativen Analyse der Niere wurde in meinem Arbeitskreis entwickelt und wird weltweit angewendet. Die ermittelten Werte sollen mit der Konzentration des löslichen Faktors suPar korreliert werden. Zur Bestimmung des suPar-Werts benötige ich 50 µl Blut. Der gemessene Wert wird anschließend in Beziehung zur Morphologie gestellt werden. Diese Arbeit wird in einer Kooperation mit dem auf diesem Gebiet weltweit führenden Forschers Dr. J. Reiser (Rush University, USA) durchgeführt und im New England Journal Of Medicine (NEJM) eingereicht werden.

Antragstellerin: Prof. Nicole Endlich, Universitätsmedizin Göttingen, Insitut für Anatomie und Zellbiologie, Göttingen

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April 2022 HAP HNO SÜP

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Titel der Studie: Investigation of smell and taste disorders in patients with COVID-19
illness

Untersuchung von Riech- und Geschmacksstörungen bei Patient:innen mit COVID-19 Erkrankung

Was wird untersucht?

Als Leitsymptom der COVID-19 Erkrankung wurden schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Pandemie häufig Riech- und Geschmackstörungen beobachtet. Veränderungen des Riech- und Schmeckvermögens sind auch von anderen Viruserkrankungen bekannt und wurden bereits in der Vergangenheit in Einzelfällen als dauerhaft beschrieben. Störungen des Riech- und Geschmacksinns haben eine große Bedeutung insbesondere als Sinnesorgan mit Warnfunktion z.B. bei verdorbener Nahrung oder Rauchwahrnehmung aber auch die psychische Gesundheit kann bei dauerhaften Veränderungen dieser Sinnesfunktionen stark beeinträchtigt werden. Ziel dieser Studie ist unteranderem das Ausmaß, die Bedeutung, strukturelle organische Veränderungen und mögliche Zusammenhänge von Riech- und Geschmackstörungen bei COVID-19 Erkrankten mit anderen Grunderkrankungen und der Schwergrad der COVID-19 Erkrankung zu untersuchen. Es werden sowohl Informationen der Studienteilnehmer:innen zum Erkrankungsverlauf, Grunderkrankungen, Riech- und Geschmacksuntersuchungen als auch Bildgebende Untersuchungen des Kopfes ausgewertet.

Antragstellerin: Dr. Annett Pudszuhn, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Berlin

Fachbereich: April 2022, HAP, HNO, SÜP

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April 2022 Immunologie und Autoimmunität POP

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: Which biomarkers from blood cells are indicative for a complicated long-term outcome of COVID-19?

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin? (V2)

Was wird untersucht?

Ein hoher Prozentsatz von COVID-19-Patient:innen leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long-COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patient:innen zeigte, dass bestimmte Blutzellen und deren Produkte für den Verlauf der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Die Studie COVIDOM-Transkriptom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in den Ribonukleinsäure-Mustern von Blutzellen und Blutzell-Fragmente (Exosomen), die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von COVID-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long-COVID. Im Fokus stehen vor allem die gestörte Blutgerinnung und Antikörper-vermittelte Immunität.

Antragsteller: Prof. Philip Rosenstiel, Universitätsklinikum Schleswig-Hollstein, Insitiut für klinische Molekularbiologie, Kiel

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April 2022 Epidemiologie und Public Health HAP Infektiologie POP SÜP

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Titel der Studie: Challenges and opportunities in creating an anonymisation pipeline for a national German dataset

Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Erstellung einer Anonymisierungspipeline für einen nationalen deutschen Datensatz

Was wird untersucht?

Die Daten- und Bioproben aus NAPKON können über eine Use & Access Verfahren beantragt werden und werden anschließend pseudonymisiert an Forscherteams zur Analyse herausgegeben. Dieser Prozess ist zeitaufwendig und erfordert unterschiedliche Abstimmungsprozesse, um insbesondere eine gute Datenqualität und einen hinreichenden Datenschutz zu gewährleisten. Damit auch Echtzeit-Daten der NAPKON Kohorte für die Öffentlichkeit einsehbar sind, wurde ein Anonymisierungsprozess etabliert, der 15 wichtige Variablen aus dem NAPKON Datensatz nach einem speziellen Datenschutzkonzept abfragt und daraus einen anonymen, öffentlich zugänglichen Datensatz generiert. Die Herausforderungen und Möglichkeiten dieses Anonymisierungsprozesses und des resultierenden Datensatzes werden in diesem Projekt herausgearbeitet und veröffentlicht, um die sogenannte Open Science Wissenschaft zu fördern und damit die öffentliche Zugänglichkeit zu wichtigen Daten weiter voranzutreiben.

Antragstellerinnen: Sina Hopff, Carolin Jakob, Universitätsklinikum Köln, Köln