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April 2021 Pneumologie POP

Klinische Charakterisierung von SARS-CoV-2 infizierten Patienten in einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe in Deutschland

Klinische Charakterisierung von SARS-CoV-2 infizierten Patienten in einer bevölkerungsbezogenen Stichprobe in Deutschland

Originaltitel der Studie: Symptom persistence, functional and inflammatory characteristics of patients after SARS-CoV-2 infection or COVID-19 disease in a multi-center, population-based cohort in Germany 

Was wird untersucht?

Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann unterschiedlich schwer verlaufen. Das Spektrum reicht von schweren Verläufen, die eine Krankenhausbehandlung oder sogar künstliche Beatmung notwendig machen, bis hin zu leichten, teilweise sogar asymptomatischen Verläufen. Das Auftreten von Beschwerden nach der akuten Phase der Erkrankung, was inzwischen als Post-COVID oder Long-COVID bezeichnet wird, tritt unabhängig von der initialen Erkrankungsschwere auf. In dieser Auswertung soll das Post-COVID-Syndrom in seiner Intensität und Häufigkeit in der deutschen Bevölkerung genauer beschrieben werden.

Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Bahmer, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, UKSH Campus Kiel.

Fachbereich: April 2021, Pneumologie, POP

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April 2021 Infektiologie SÜP

Klinischer Verlauf der Corona-Varianten

Klinischer Verlauf der Corona-Varianten

Titel der Studie: Comparative analysis of clinical symptoms and severity of disease of  patients infected with SARS-CoV-2 variants of concern

Was wird untersucht? 

Kurzzusammenfassung: Seit Ende des Jahres 2020 ist die britische Corona-Mutation in Europa präsent. Sie hat zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Deutschland geführt. Zusätzlich kursierten seit der zweiten und dritten Corona-Welle andere Mutationen, wie die südafrikanische oder die brasilianische Mutation. In dieser Projektarbeit untersuchen wir die Symptome und Krankheitsbeschwerden von Patient:innen,  die  sich nachweislich  mit einer  Corona-Mutation  infiziert  haben. Dabei wird der zeitliche Fokus auf der akuten Infektion und dem 3-Monats-Follow-Up liegen.  Die Ergebnisse werden mit denen von Patient:innen  verglichen, die am Corona-Wildtyp erkrankt sind.

Antragstellerin: 

Sina Marie Hopff, Klinik 1 für Innere Medizin, Infektiologie und Hämatoonkologie, Uniklinik Köln

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April 2021 Infektiologie Medizinische Informatik

Schwere des COVID-19-Krankheitsverlaufs und OC43NP-Antikörperspiegel

Schwere des COVID-19-Krankheitsverlaufs und OC43NP-Antikörperspiegel

Titel der Studie: Prior infections with seasonal coronaviruses and COVID-19 disease severity

Was wird untersucht? 

In einer Pilotstudie aus Münster mit 60 Patienten konnte gezeigt werden, dass Patienten,die keine Antikörper gegen bestimmte saisonale Coronaviren (OC43-Viren) haben, ein erhöhtes Risiko für schweren Verlauf von COVID-19 aufweisen (https://doi.org/10.1016/j.ijid.2021.02.085). Dieses Ergebnis soll jetzt in einer Studie mit 340 Patienten überprüft werden, insbesondere auch im Hinblick darauf, ob dies bei den neuen Mutationen des SARS-CoV-2-Virus zutrifft. Dieses Thema ist klinisch relevant im Hinblick auf den Einsatz von neuen, begrenzt verfügbaren Therapien für COVID-19 Patienten (Identifikation von Risikopatienten) und für die Priorisierung von Impfungen. Die Ergebnisse der aktuell publizierten Studie konnten im Rahmen einer Multicenter-Validierungsstudie mit knapp 300 Patienten bestätigt werden. Das Manuskript dieser Validierungsstudie befindet sich derzeit noch in Begutachtung(preprint https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.12.07.20245241v2).

Antragstellerin: Prof. Dr. Martin Dugas,  Institut für Medizinische Informatik, Universitätsklinikum Münster

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April 2021 Epidemiologie und Public Health SÜP

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Titel der Studie: First results of the cross-sector platform (SÜP) of the NAPKON cohort

Was wird untersucht? 

Das Projekt charakterisiert in einem groben Überblick die ersten Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte. Die SÜP rekrutiert Patient:innen in allen Versorgungsebenen (Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken. Arztpraxen) und alle Schweregrade einer potentiellen Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus. Der Beobachtungszeitraum reicht von der akuten Infektion bis hin zur Nachverfolgung nach 3 Monaten ab Erholung. Die untersuchten Patient:innen wurden dabei hauptsächlich während der zweiten und dritten COVID-19 Welle in Deutschland in die Studie aufgenommen. Dabei wurden detaillierte Informationen z.B. zu den Symptomen, dem Schweregrad der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf, der Art der Virusvariante und der regionalen Ausbreitung gesammelt. Die Übersichtsarbeit wird damit einen Überblick über die Art der Infektionen, der aufgetretenen Symptome, dem Verlauf der Erkrankung und den vorherrschenden Virusvarianten während der zweiten und dritten Covid-19 Wellen verdeutlichen. Weiterhin, werden die Analysen einen Einblick in die andauernden Symptome und der Lebensqualität der betroffenen Personen bis zu einem Zeitraum von 3 Monaten nach der Infektion ermöglichen.

Antragstellerin: Dr. rer. nat. Ramsia Geisler, Innere Medizin 2, Universitätsklinikum Frankfurt

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April 2021 Infektiologie SÜP

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Titel der Studie: “1000 COVID-19 scores”: evaluation of prediction precision and
validation on the multi-centred prospective cohort study NAPKON

Was wird untersucht? 

Die neuartige COVID-19 Erkrankung stellt das Gesundheitssystem vor große
Herausforderungen. Um Patient:innen eine optimale Gesundheitsversorgung zukommen zu
lassen und knappe Ressourcen effizient nutzen zu können, ist eine Vorhersage der Schwere
des Krankheitsverlaufs wichtig. Diese Vorhersagen lassen sich anhand von sogenannten
klinischen Scores treffen, die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Risiken, z.B. Notwendigkeit
der Einweisung auf die Intensivstation oder Tod, berechnen. In die Scores gehen Merkmale der
Patient:innen, z.B. soziodemographische Eigenschaften wie Alter und Geschlecht, Symptome,
Laborwerte oder Vorerkrankungen, ein. Ziel dieses Antrags ist die Vielzahl bereits existierender
Scores im Zusammenhang mit COVID-19 auf die Anwendbarkeit auf die deutsche Bevölkerung
zu überprüfen. Dafür eignet sich die Sektorenübergreifende Plattform in NAPKON durch den
sektorenübergreifenden und multizentrischen Ansatz und detaillierte und qualitätsgesicherte
Datenerfassung gut.

Antragstellerin: Katharina Appel, Universitätsklinikum Frankfurt

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April 2021 HAP Neurologie

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 2

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 2

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients (Part 2)

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder
Fieber bereits abgeklungen sind, leider einige Patient:innen auch noch Monate nach der
Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive
Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme.
Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen
einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste
dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRTDaten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns
mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven
Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der
Patient:innen eine Rolle.

Antragstellerin: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: April 2021, HAP, Neurologie

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April 2021 HAP Neurologie

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 1

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 1

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients (Part 1)

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder Fieber bereits abgeklungen sind, leider einige Patient:innen auch noch Monate nach der Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme. Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRT-Daten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der Patient:innen eine Rolle.

Antragstellerin: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: April 2021, HAP, Neurologie