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Allgemeinmedizin Oktober 2022 Psychosomatik SÜP

Einfluss von Resilienz und Einsamkeitsempfinden auf den Gewichtsverlauf bei SARS-CoV2-Erkrankten

Titel der Studie: Influence of resilience and loneliness on weight trajectory in SARS-CoV2 patients

Einfluss von Resilienz und Einsamkeitsempfinden auf den Gewichtsverlauf bei SARS-CoV2-Erkrankten

Was wird untersucht?

Die soziale Isolation im Rahmen der COVID-19-Pandemie hat zu einem Anstieg des Einsamkeitsempfindens und zu Veränderungen im Essverhalten beigetragen. Einsamkeit kann nicht nur die Gewichtsentwicklung und das physische und psychische Wohlbefinden, sondern auch den Verlauf von COVID-19 negativ beeinflussen. Zudem scheint COVID-19 einen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung von Infizierten auszuüben, wobei das Gewicht selbst ebenfalls den Akutverlauf beeinflussen kann. Der Zusammenhang zwischen einer relevanten Gewichtsveränderung und dem empfundenen Grad der Einsamkeit bei SARS-CoV-2-Infizierten ist bislang unklar. Ausgehend davon, dass Resilienz negativ mit Einsamkeitsempfinden assoziiert ist, bleibt zudem offen, ob sich ein hoher Resilienzgrad protektiv auf eine relevante Gewichtsänderung bei COVID-19 auswirken kann. Die Ergebnisse dieses Vorhabens können dazu beitragen, einem ungünstigen Gewichtsverlauf im Rahmen einer SARS-CoV-2-Infektion entgegenzuwirken.

Antragsteller: Prof. Dr. Imad Maatouk, Psychosomatik in Kooperation mit Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

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Allgemeinmedizin August 2022 SÜP

Machbarkeit der Nationalen Pandemie Kohorten Netz-Studie (NAPKON) in der ambulanten Versorgung – eine mixed-methods Studie

Titel der Studie: Feasibility of the National Pandemic Cohort Network study (NAPKON) in outpatient care – a mixed-methods study

Machbarkeit der Nationalen Pandemie Kohorten Netz-Studie (NAPKON) in der ambulanten Versorgung - eine mixed-methods Studie

Was wird untersucht?

Bei der Erhebung von Studiendaten im ambulanten Bereich sind sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen in der Regel deutlich begrenzter als im stationären Setting. Ziel des Forschungsvorhabens ist deshalb eine Analyse der Machbarkeit einer nationalen Kohortenstudie am Beispiel der Nationalen Pandemie Kohorten Netz-Studie (NAPKON) im ambulanten Setting im Rahmen eines mixed-methods Studiendesigns. Mittels quantitativer Methoden sollen Unterschiede in der Datenqualität der NAPKON Datenbank zwischen den ambulant und stationär rekrutierten Studienkollektiven beschrieben werden. Diese Ergebnisse sollen im Rahmen von Fokusgruppen diskutiert und so die Machbarkeit und Herausforderungen in ambulanten Studienzentren vertieft untersucht werden. Hierdurch sollen Faktoren identifiziert werden, die bei der Teilnahme an einer solchen Studie im ambulanten Setting Schwierigkeiten bereiten oder aber auch als unterstützend wahrgenommen werden.

Antragstellerin: Prof. Ildikó Gágyor, Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Allgemeinmedizin, Würzburg

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Allgemeinmedizin März 2022 SÜP

Einfluss einer Impfung gegen SARS-CoV-2 auf die Entwicklung und den Verlauf eines Post-COVID-Syndroms

Titel der Studie: Impact of vaccination against SARS-CoV-2 on the development and course of the Post-COVID syndrome 

Einfluss einer Impfung gegen SARS-CoV-2 auf die Entwicklung und den Verlauf eines Post-COVID-Syndroms

Was wird untersucht?

Eine relevante Anzahl von Patientinnen und Patienten leidet unter Langzeitfolgen einer COVID-19 Erkrankung, inzwischen als Post-COVID bezeichnet. Je nach Studiendesign sind 10-50% der Patientinnen und Patienten nach einer überstandenen COVID-19 Erkrankung betroffen. Wissenschaftlich bestätigte Therapieoptionen stehen bislang noch nicht zur Verfügung. Betroffene mit Post-COVID berichten sowohl über Verbesserungen als auch über Verschlechterungen ihrer Symptome nach einer Impfung gegen SARS-CoV-2. Systematische Studien zur Frage, welchen Einfluss eine Impfung auf die Entwicklung und den Verlauf von Langzeitfolgen einer COVID-19 Erkrankung haben, liegen bislang nur mit sehr kleinen Fallzahlen vor. Ziel des hier genannten Forschungsvorhabens ist es zu erfahren, ob vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpfte bzw. Ungeimpfte/unvollständig geimpfte Personen in gleicher Häufigkeit und gleicher Ausprägung Langzeitfolgen (Post-COVID) nach einer Infektion entwickeln. Gleichzeitig soll untersucht werden, ob die Impfung nach einer COVID-19 Erkrankung den Verlauf bzw. den Schweregrad von Post-COVID-19 beeinflusst.

Antragstellerin: Prof. Stefanie Joos, Universitätsklinikum Tübingen, Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, Tübingen

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Allgemeinmedizin HNO Juni 2021 Neurologie POP

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Langzeitauswirkungen einer COVID-19 Erkrankung auf die Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Chemosensorik) sowie deren Einfluss auf die Lebensqualität

Titel der Studie: Chemosensation and dependent quality of life in long-COVID

Was wird untersucht? 

Es werden die Auswirkungen der neuartigen COVID-19 Erkrankung auf die chemosensorischen Funktionen Riechen, Schmecken und trigeminales System, die mindestens 6 Monaten nach Positivtestung auf das SARS-CoV-II noch vorhanden sind, analysiert. Die Untersuchung erfolgt durch eine subjektive Geruchs- und Geschmackstestung sowie einer Testung des Nervus trigeminus und zeigt mögliche verbliebene chemosensorische Fehlfunktionen auf.
Um sichtbare Veränderungen der Riechregion, also am Ort der Geruchswahrnehmung in der Nase, sowie den Geschmackspapillen der Zunge zu untersuchen, wird eine endoskopische Untersuchung der Nasenhaupt und Mundhöhle durchgeführt. Zudem werden durch eine gezielte Anamnese Vorerkrankungen erfragt, die einen Einfluss auf die Riech- und
Schmeckfunktion haben können.
Mittels Fragebögen zur Lebensqualität ergeben sich Rückschlüsse, wie sich eine verbliebene Störung der Chemosensorik nach einer COVID-19-Erkrankung auf diese auswirkt.

Insbesondere werden folgende Fragestellungen bearbeitet:
– Bestehen als Langzeitfolgen einer SARS-CoV-II-Infektion Störungen des Geruchs- und
Geschmackssinnes und treten diese abhängig oder unabhängig voneinander auf?
– Wie verteilen sich diese Störungen in der untersuchten Gruppe?
– Gibt es zeitabhängige Unterschiede in den Geruchs- und Geschmacksleistungen?
– Besteht ein Zusammenhang zwischen chemosensorischen Störungen und Schwere der
Erkrankung?
– Treten Störungen des trigeminalen Systems auf und sind diese abhängig von Geruchs- und
Geschmacksstörungen?
– Werden Störungen der Chemosensorik von den Betroffenen wahrgenommen?
– Welche Auswirkungen haben die detektierten Störungen auf die Lebensqualität der Betroffenen

Antragsteller:innen: Prof. Dr. Martin Laudien, CAU zu Kiel, UKSH Campus Kiel, Klinik für HNO-Heilkunde,
Kopf- und Halschirurgie