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HAP Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen

Titel der Studie: The course of health-related quality of life in COVID-19 patients in Intersectoral Platform SÜP and Highresolution Platform (HAP)

Was wird untersucht? 

Bisher konnte gezeigt werden, dass sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der
Allgemeinbevölkerung während der Coronapandemie verringerte. Vor allem im Bereich Ängstlichkeit und Depressivität sowie Schmerz und Unwohlsein wurden verstärkt Probleme berichtet.
Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, berichteten eine geringere Lebensqualität je stärker
ihre Symptome waren. 67% von COVID-19 Patient:innen, die eine Behandlung auf der Intensivstation
überlebten, gaben auch ein halbes Jahr nach der Erkrankung eine geringe Lebensqualität an. Neben
Schmerz/Unwohlsein und Ängstlichkeit/Depressivität wurden besonders Probleme mit der Mobilität
berichtet.
In dieser Studie möchten wir den Verlauf der Lebensqualität bei COVID-19 Patient:innen, während und
nach der akuten Erkrankung, untersuchen. Wir möchten zudem untersuchen, welche Personen- und
Krankheitsmerkmale mit der berichteten Lebensqualität zusammenhängen

Antragstellerin: Nora Hettich, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Psychische Gesundheit SÜP

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlauf

Psychische Vorerkrankung im Zusammenhang mit dem COVID-19 Krankheitsverlaufs

Titel der Studie: Pre-existing mental illness associated with COVID-19
Disease progression

Was wird untersucht? 

Bisher ist unklar, wie viele Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, zuvor an einer psychischen
Störung erkrankt waren. Es gibt aber Hinweise darauf, dass nicht nur somatische, sondern auch
psychische Vorerkrankungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen mit einer COVID-19 Erkrankung im
Krankenhaus behandelt werden zu müssen und auch daran zu versterben.
Weil bisher vor allem soziodemographische und somatische Risikofaktoren betrachtet wurden, soll in
dieser Studie untersucht werden, welcher Zusammenhang zwischen psychischen Vorerkrankungen und
dem Schweregrad einer COVID-19 Erkrankung besteht..

Antragstellerin: Nora Hettich,  Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie 

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Mai 2021 Pneumologie POP

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Untersuchung möglicher Einschränkungen der Lungenfunktion nach unterschiedlich schwer verlaufenden Coronavirusinfektionen

Titel der Studie: Pulmonary Functional Residuals and Small Airway Dysfunction after SARS-CoV-2 Infections with Different Severity Levels

Was wird untersucht? 

Das Coronavirus vermehrt sich nach der Infektion zunächst in den oberen und unteren Atemwegen. Husten, Luftnot und eingeschränkte körperliche Belastbarkeit gehören zu den häufigsten Symptomen in der akuten Erkrankungsphase. Einige Patienten klagen auch viele Monate nach der Infektion noch über Luftnot und verminderte Belastbarkeit. Mit den gängigen Untersuchungsmethoden der Lungenfunktion lassen sich oft nur geringe oder gar keine Veränderungen nachweisen. Bei den Patienten in der populationsbasierten Kohortenplattform wurde neben den gängigen Lungenfunktionsuntersuchungen auch neuere Techniken angewendet, mit denen man die Funktion der kleinen Atemwege und die Atemwegsentzündung messen kann. Eines der Ziele dieser Auswertung ist es, die Lungenfunktionstechnik herauszufinden, mit der man die von den Patienten beschriebene Symptomatik am besten messen und quantifizieren kann.

Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Bahmer, UKSH Kiel, Innere Medizin I

Fachbereich: Mai 2021, Pneumologie, POP

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Welche Biomarker im Stoffwechsel und im Darmmikrobiom deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: COVIDOM-Metamicrobiome

Was wird untersucht? 

Ein hoher Prozentsatz von Covid-19-Patienten leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patienten zeigte, dass die sich deren Stoffwechselmuster stark unterschieden. Es ist auch bekannt, dass COVID-19 das Darmmikrobiom stört. Die Studie COVIDOM-Metamikrobiom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in Stoffwechselwerten und im Darmmikrobiom, die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von COVID-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung oder Therapie von Long COVID.

Antragsteller: Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Institut für Klinische MolekularbiologieChristian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Klinische Molekularbiologie Mai 2021 POP

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Welche Biomarker in Blutzellen deuten auf einen komplizierten Langzeitverlauf von COVID-19 hin?

Titel der Studie: COVIDOM-Transcriptome

Was wird untersucht? 

Ein hoher Prozentsatz von COVID-19-Patienten leidet auch nach Monaten noch unter Symptomen (Long COVID). Eine Studie mit akut erkrankten COVID-19-Patienten zeigte, dass bestimmte Blutzellen und deren Produkte für den Verlauf der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Die Studie COVIDOM-Transkriptom sucht molekulare Anzeichen (sogenannte Biomarker) in den Ribonukleinsäure-Mustern von Blutzellen, die möglichst früh einen komplizierten und langwierigen Verlauf von Covid-19 anzeigen. Außerdem erhofft man sich aus den Daten Hinweise auf die dahinterliegenden Mechanismen und mögliche Angriffspunkte für eine Verhinderung, bzw. Therapie, von Long COVID. Im Fokus stehen vor allem die gestörte Blutgerinnung und antikörpervermittelte Immunität.

Antragsteller: Prof. Dr. Philip Rosenstiel, Institut für Klinische Molekularbiologie Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Mai 2021 Pneumologie SÜP

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Vorhersage eines schweren Krankheitsverlaufs von COVID-19 mittels klinischer Routinedaten

Titel der Studie: Prediction of disease severity using clinical prognostic scores

Was wird untersucht? 

Um eine bestmögliche Versorgung und eine optimale Nutzung von medizinischen Kapazitäten bei der Behandlung von Patienten mit COVID-19 zu gewährleisten, sind Methoden zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs von entscheidender Bedeutung. Bei bestimmten Patienten – z.B. mit Lungenentzündung oder Sepsis – existieren bereits solche Methoden. Anhand von Punkteskalen kann in wenigen Minuten  eine gute Einschätzung des zu erwartenden Verlaufs und der Krankheitsschwere ermittelt werden. Analog hierzu soll auch für COVID-19 eine ähnliche Punkteskala entwickelt werden, die u.a. auch eine frühzeitige und sichere Entscheidung zur Aufnahme von Patienten in das Krankenhaus oder auf die Intensivstation erlaubt. Andererseits sollen anhand von einfach zu ermittelnden Werten ebenfalls Patienten identifiziert werden, bei denen höchstwahrscheinlich keine schwere Erkrankung zu erwarten ist, und die gegebenenfalls auch ohne großes Risiko ambulant behandelt werden können.

Antragsteller: PD Dr Thomas Zoller, Medizinische Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: Mai 2021, Pneumologie, SÜP

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April 2021 Epidemiologie und Public Health SÜP

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Erste Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte

Titel der Studie: First results of the cross-sector platform (SÜP) of the NAPKON cohort

Was wird untersucht? 

Das Projekt charakterisiert in einem groben Überblick die ersten Ergebnisse der Sektorenübergreifenden Plattform (SÜP) der NAPKON Kohorte. Die SÜP rekrutiert Patient:innen in allen Versorgungsebenen (Universitätskliniken, nicht-universitäre Kliniken. Arztpraxen) und alle Schweregrade einer potentiellen Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus. Der Beobachtungszeitraum reicht von der akuten Infektion bis hin zur Nachverfolgung nach 3 Monaten ab Erholung. Die untersuchten Patient:innen wurden dabei hauptsächlich während der zweiten und dritten COVID-19 Welle in Deutschland in die Studie aufgenommen. Dabei wurden detaillierte Informationen z.B. zu den Symptomen, dem Schweregrad der Erkrankung, dem Krankheitsverlauf, der Art der Virusvariante und der regionalen Ausbreitung gesammelt. Die Übersichtsarbeit wird damit einen Überblick über die Art der Infektionen, der aufgetretenen Symptome, dem Verlauf der Erkrankung und den vorherrschenden Virusvarianten während der zweiten und dritten Covid-19 Wellen verdeutlichen. Weiterhin, werden die Analysen einen Einblick in die andauernden Symptome und der Lebensqualität der betroffenen Personen bis zu einem Zeitraum von 3 Monaten nach der Infektion ermöglichen.

Antragstellerin: Dr. rer. nat. Ramsia Geisler, Innere Medizin 2, Universitätsklinikum Frankfurt

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April 2021 Infektiologie SÜP

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Überprüfung von klinischen Bewertungssystemen zur Risikokategorisierung von Patient:innen (Scores)

Titel der Studie: “1000 COVID-19 scores”: evaluation of prediction precision and
validation on the multi-centred prospective cohort study NAPKON

Was wird untersucht? 

Die neuartige COVID-19 Erkrankung stellt das Gesundheitssystem vor große
Herausforderungen. Um Patient:innen eine optimale Gesundheitsversorgung zukommen zu
lassen und knappe Ressourcen effizient nutzen zu können, ist eine Vorhersage der Schwere
des Krankheitsverlaufs wichtig. Diese Vorhersagen lassen sich anhand von sogenannten
klinischen Scores treffen, die Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Risiken, z.B. Notwendigkeit
der Einweisung auf die Intensivstation oder Tod, berechnen. In die Scores gehen Merkmale der
Patient:innen, z.B. soziodemographische Eigenschaften wie Alter und Geschlecht, Symptome,
Laborwerte oder Vorerkrankungen, ein. Ziel dieses Antrags ist die Vielzahl bereits existierender
Scores im Zusammenhang mit COVID-19 auf die Anwendbarkeit auf die deutsche Bevölkerung
zu überprüfen. Dafür eignet sich die Sektorenübergreifende Plattform in NAPKON durch den
sektorenübergreifenden und multizentrischen Ansatz und detaillierte und qualitätsgesicherte
Datenerfassung gut.

Antragstellerin: Katharina Appel, Universitätsklinikum Frankfurt

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April 2021 HAP Neurologie

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 2

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 2

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients (Part 2)

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder
Fieber bereits abgeklungen sind, leider einige Patient:innen auch noch Monate nach der
Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive
Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme.
Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen
einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste
dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRTDaten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns
mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven
Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der
Patient:innen eine Rolle.

Antragstellerin: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: April 2021, HAP, Neurologie

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April 2021 HAP Neurologie

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 1

Hirnveränderungen nach COVID-19 – Erschöpfbarkeit und kognitive Probleme besser verstehen Teil 1

Titel der Studie: Association of fatigue and cognitive deficits with MRI changes in COVID patients (Part 1)

Was wird untersucht? 

Obwohl die typischen Symptome einer COVID-19-Erkrankung wie Atemwegsbeschwerden oder Fieber bereits abgeklungen sind, leider einige Patient:innen auch noch Monate nach der Infektion an erhöhter Erschöpfbarkeit (sogenannter “Fatigue”) oder berichten kognitive Beschwerden – wie etwa Konzentrations- oder Gedächtnisprobleme. Diese Studie untersucht, welche Veränderungen des Gehirns mit diesen Langzeitsymptomen einhergehen. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht es, hochaufgelöste dreidimensionale Bilder des Gehirns aufzunehmen. Umfangreiche Auswertungen dieser MRT-Daten geben Aufschluss darüber, wie Veränderungen im Aufbau oder der Funktion des Gehirns mit Fatigue und kognitiven Defiziten zusammenhängen. Neben diesen objektiven Bildgebungsmarkern spielen dabei auch subjektive Aspekte der Lebensqualität der Patient:innen eine Rolle.

Antragstellerin: Prof. Dr. Carsten Finke, Klinik für Neurologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Fachbereich: April 2021, HAP, Neurologie